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Neue Fußballregeln im Anmarsch

Die obersten Regelhüter im Fußball, das International Football Association Board (IFAB) haben sich mal wieder Gedanken über die Zukunft dieses schönen Sports gemacht. Die Vorschläge wirken auf den ersten Blick teilweise sehr radikal, viele Kommentatoren haben sich bereits entsprechend negativ geäußert. Es gibt aber auch Befürworter dieser zur Diskussion gestellten Regeländerungen. Wir haben uns damit befasst.

Bisherige wichtige Regeländerungen in der Vergangenheit

Das IFAB hat im Laufe der Zeit bereits mehrfach Regeländerungen durchgeführt. Und auch auf nationalem Parkett, sprich in der Bundesliga, kam es immer wieder zu Neuerungen, die vor der Einführung nicht sonderlich beliebt gewesen waren – am Ende sich aber doch durchsetzen. Hier sind einige davon:

  • 1970: Gelbe und Rote Karten werden eingeführt
  • 1967: Die Einwechslung wird eingeführt: Ein Spieler kann während des Spiels ausgetauscht werden
  • 1983: Platzverweis bei Notbremse: Der letzte Mann, der eine klare Torchance durch einen Regelverstoß verhindert, muss mit glatt Rot vorzeitig vom Feld
  • 1987: Nachspielzeit: „Der Schiedsrichter bestimmt in jeder Halbzeit die Nachspielzeit, um die Zeit zu kompensieren, die durch folgende Ereignisse verloren ging“
  • 1992: Rückpassregel: Ein Ball, der vom eigenen Spieler zum Torwart gepasst wird, darf von diesem nicht mit der Hand aufgenommen werden
  • 1992: Einführung der Gelb-Roten Karte
  • 1995: Drei-Punkte-Regel: Seit der Saison 1995/96 gibt es auch in der Bundesliga für einen Sieg 3 Punkte
  • 1997: Sechs-Sekunden-Regel: Der Torwart darf den Ball nicht länger als 6 Sekunden festhalten
  • 2002: Ein Vierter Offizieller soll die Trainer im Zaum halten
  • 2013: Handspiel Reform: Seither ist es bereits Handspiel, wenn der Spieler seine Körperoberfläche durch eine unnatürliche Bewegung vergrößert
  • 2017/18: Videobeweis in der Bundesliga für strittige Szenen bei Torerfolgen, Elfmetersituationen, Platzverweisen durch eine Rote Karte und Spielerverwechslungen bei einer persönlichen Strafe

IFAB mit neuen Vorschlägen – entschieden ist noch nichts

Der „Kicker“ hat es schon einmal analysiert: Ein Fußballspiel dauert tatsächlich keine 90 Minuten, womit der Wahrheitsgehalt der alten Fußballweisheit auf dem Prüfstand stünde. Laut der Studie sind es nur 56:05 Minuten gewesen, in denen in der vergangenen Bundesligasaison Fußball auf dem Rasen stattgefunden hat. Da wirkt doch der Vorschlag der obersten Regelhüter im Fußball nicht mehr ganz so bedrohlich: Es sollen nur noch 2x 30 Minuten gespielt werden, wobei immer dann, wenn der Ball nicht mehr im Spielfeld ist, die Spielzeit angehalten wird. Also wie beim Eishockey oder beim Basketball. Der Vorteil liegt auf der Hand: Jede Mannschaft hätte exakt die gleiche Spielzeit zur Verfügung. „Das Strategiepapier ist ein Meilenstein für den Fußball“, sagte IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud. Der technische Direktor David Elleray meinte: „Die Rückmeldungen aller Beteiligten in der Fußball-Gemeinschaft sind bislang wie die Unterstützung sehr positiv.“ Alle seien sich einig, dass die Verbesserung der Rahmenbedingungen „die absolute Priorität besitzt“. Doch es soll nicht nur die Regel zur Spielzeit verändert werden.

Die neuen Regeln in der Übersicht

Es soll auch an anderen Stellschrauben gedreht werden. So soll es zukünftig einen Elfmeter geben, wenn der Torwart den Ball aufnimmt, den ein eigener Spieler ihm zupasst. Wird der Schiedsrichter kritisiert, drohen Tor- und Punktabzug. Gibt es auf der Torlinie ein Handspiel, gibt es immer ein Tor für die gegnerische Mannschaft. Der Hintergrund für diese ganzen Vorschläge ist eine Initiative mit dem Namen „Fair Play!“. Mit deren Hilfe sollen Fußballspiele „fairer, attraktiver und unterhaltsamer“ werden. Es geht dabei vor allem um „Verbesserung des Verhaltens und Erhöhen des Respekts“, die „Steigerung von Fairness und Attraktivität“ sowie die „Erhöhung der effektiven Spielzeit“. Das jetzt vorliegende Strategiepapier stellt jedoch keine endgültige Fassung dar. Es handele sich daher nur um „Ideen zur Entwicklung des Spiels“, so geht es aus der Einleitung des Vorschlags hervor. Wir haben die Vorschläge zusammengefasst:

  • Statt 90 Minuten sollen nur noch 60 Minuten gespielt werden, allerdings netto statt brutto
  • Bei Freistößen und Eckbällen soll es den Spielern erlaubt werden, sich die Bälle selbst vorzulegen – somit könnten sie in der Theorie bis zum Tor dribbeln. Damit soll es mehr Optionen bei Standards geben
  • Der Ball soll nicht mehr zwangsläufig ruhen müssen, bevor ein Standard ausgeführt wird
  • Nimmt der Torwart nach einem Rückpass den Ball in die Hand, gibt es Elfmeter statt wie bisher einen indirekten Freistoß
  • Wenn ein Spieler einen Treffer des Gegners verhindert, indem er ihn mit der Hand auf Höhe der Torlinie weg schlägt, gibt es zukünftig ein Tor für den Gegner
  • Bei einem Elfmeter soll es keinen Nachschuss mehr geben können, stattdessen erfolgt ein Abstoß vom Tor.
  • Gibt es einen Abstoß, kann der Ball zukünftig auch zu einem Spieler im eigenen Strafraum gespielt werden
  • Wird der Schiedsrichter kritisiert, drohen Tor- und Punktabzüge
  • Das Spiel kann erst dann abgepfiffen werden, wenn der Ball im Aus ist

Regeländerungen können das Spiel beleben

Eines steht fest: Die Regeländerungen bezüglich der verringerten Spielzeit haben sicherlich etwas für sich. Zeitspiel wäre dann nicht mehr notwendig – würde den Spielern und den Mannschaften schlicht und ergreifend nichts mehr bringen. Und die Schauspielereien wären vielleicht endlich mal beendet. Wer sich heutzutage ein Fußballspiel anschaut muss ja denken, es laufen 22 Kinder auf dem Platz, wie bei der kleinsten Berührung Heulkrämpfe bekommen. Nicht jede Regel wird etwas Positives bewirken – oder etwas Sinnvolles. Da die neuen Vorschläge ergebnisoffen diskutiert werden sollen, ist noch nicht endgültig entschieden.

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