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Portrait: Viktoria Aschaffenburg – zwischen vierter und fünfter Liga feststeckend

Viktoria Aschaffenburg

Foto: Imago/Sepp Spiegl

Aktuell spielt der am 06.08.1901 gegründete Sportverein Viktoria 01 e.V. – besser bekannt als Viktoria Aschaffenburg – in der viertklassigen Regionalliga Bayern. Dabei hatte die Fußballabteilung von Viktoria Aschaffenburg schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Vor allem in den 1980er Jahren war dies der Fall, als man insgesamt drei Saisons in der 2. Bundesliga spielte. Allerdings konnte man in zwei von diesen drei Saisons die Klasse nicht halten, weshalb es auch bis heute bei diesem kurzen Intermezzo in höheren Regionen des Fußballs blieb. Auch in die relativ neue 3. Liga, die noch Profifußball bedeutet, schaffte es Viktoria Aschaffenburg bislang nicht.

Gründungsgeschichte von Viktoria Aschaffenburg

Doch beginnen wir am Anfang der Vereinsgeschichte von Viktoria Aschaffenburg. Tatsächlich existierte der jetzige Club in dieser Form erst seit 1904, als man nämlich durch die Fusion der beiden Vereine FC Aschaffenburg von 1901 und FC Viktoria Aschaffenburg von 1902 den neuen Club FC Viktoria Aschaffenburg schaffte. Da man 1906 auch noch Leichtathleten im Verein aufnahm, erfolgte eine Umbenennung in SV Viktoria 01 Aschaffenburg. Schon 1909 wurde das auch heute noch genutzte Sportgelände am Schönbusch eingeweiht. 1915 und 1916 wurde man Gaumeister im Fußball. Doch der Erste Weltkrieg machte einen Spielbetrieb bis Frühjahr 1920 unmöglich. Auch in der darauffolgenden Zeit zwischen den beiden Kriegen versuchte man sich an weiteren Erfolgen. Hier erreicht man aber nur einmal die Gauliga. Das war nur 1942/43 der Fall. Hier stieg man sofort wieder ab.

Trotz Kriesgwirren großer Appetit auf Fußball

Nach dem Krieg war das Stadion am Schönbusch bis April 1946 nicht nutzbar. Dennoch wurde schon davor auch wieder Fußball gespielt. Das Besondere an Viktoria Aschaffenburg in jener Zeit war schon damals, dass man als Verein aus Bayern im hessischen Fußballverband mitspielte. Dort ist man sogar Gründungsmitglied. Dennoch spielt man aktuell wieder in der Regionalliga Bayern.

Die beste Zeit erlebte der Club, als er von 1946 bis 1960 insgesamt zehn Saisons an der Oberliga Süd teilnahm. Damals war das die höchste Spielklasse im deutschen Fußball. So spielte man Partien gegen den FC Bayern München oder den VfB Stuttgart und vor bis zu 18.000 Zuschauern im eigenen Stadion. Die erfolgreichste Saison absolvierte man 1955/56, als man am Ende den fünften Platz erreichte.
Doch mit dem Abstieg 1960 endete diese tolle Phase für den Club Viktoria Aschaffenburg. Nie wieder schaffte man danach den Sprung in die höchste Spielklasse in Deutschland.

Nach der Hochphase folgte der Niedergang

Nach den wenigen Jahren in der 2. Bundesliga Mitte der 1980er Jahre folgte ein langsamer Niedergang des Vereins. Dieser drohte auch, in die Insolvenz abzurutschen. Die allgemeinen Veränderungen im Fußball, aber auch die sportliche Krise bei Viktoria Aschaffenburg führten dazu, dass man teilweise nur noch vor 300 Zuschauern seine Heimspiele absolvierte. Größter Tiefpunkt in dieser Zeit war der Abstieg in die Landesliga Südhessen im Jahr 2003.

Vor der Saison 2007/07 bot der frühere Nationalspieler Andreas Möller plötzlich an, den Club Viktoria Aschaffenburg kostenlos zu trainieren, um seine Trainerkarriere in Gang zu bekommen. Sein guter Name sowie bessere Leistungen steigerten auch wieder das Interesse der Zuschauer. Zudem, noch viel wichtiger, qualifizierte man sich am Ende dieser Saison in der Oberliga Hessen für die neu zusammengestellte Regionalliga. Dennoch erfolgte im November 2009 der Antrag auf ein Insolvenzverfahren, das man aber überstand, ohne den Club auflösen oder ganz neu beginnen zu müssen.

Zur Saison 2012/13 beschloss man dann, wieder in den bayerischen Verband zu wechseln. Dort sah man bessere Chancen, sich für die neue Regionalliga Bayern zu qualifizieren. Seitdem pendelt man zwischen der Regionalliga Bayern und der fünftklassigen Bayernliga. Sportliche Stabilität hat man in den letzten Jahren also nicht erreicht. Somit bleibt der größte Erfolg der 5. Platz in der Oberliga Süd vor Einführung der Bundesliga.

Bekannte Spieler und Trainer

In dieser Hinsicht hat Viktoria Aschaffenburg enorm viel an bekannten Namen aufzuweisen. Größter Ex-Spieler im sportlichen Sinne ist sicher Felix Magath, der 1983 den Europapokal der Landesmeister gewann und 1982 und 1986 Vize-Weltmeister wurde. Später wurde der gebürtige Aschaffenburger bekanntlich noch Double-Sieger als Trainer des FC Bayern München und Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg. Felix Magath spielte zwei Jahre von 1972 bis 1974 bei den Senioren von Viktoria Aschaffenburg, ehe er über den 1. FC Saarbrücken zum Hamburger SV weiterzog.

Sogar als Trainer und als Spieler war Rudi Bommer bei Viktoria Aschaffenburg tätig. In den Jahren kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war der frühere Nationalspieler Ernst Lehner der bekannteste Spieler. Doch auch ansonsten ist die Liste jener später woanders bekannt gewordenen Spieler, die mal für Viktoria Aschaffenburg aktiv waren, sehr lang. Hier nur ein Ausschnitt daraus:

  • Claus Reitmaier
  • Peter Loontiens
  • Seap Kapetanovic
  • Thomas Oral
  • Youssef Mokhtari
  • Jochen Seitz
  • Marcel Schäfer

Und auch unter den bisherigen Trainern von Viktoria Aschaffenburg finden sich viele illustre Namen:

  • Horst Heese
  • Werner Lorant
  • Slobodan Komljenovic
  • Rudi Gores
  • Lothar Buchmann
  • Rudi Bommer

Bemerkenswert sind aber noch zwei weitere Aspekte aus dem Umfeld dieses Clubs. Erstens existierte in den 1980er Jahren eine Fanfreundschaft zu den Kickers Offenbach. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man so nah aneinanderliegt wie es bei Aschaffenburg und Offenbach der Fall ist.

Stadionzeitung “Schönbusch-Echo” sehr bekannt

Zweitens hatte man bereits in den 1940er Jahren eine Stadionzeitung herausgebracht. Diese nannte sich “Das neue Sportprogramm” und wurde auch nach dem Krieg wieder aufgenommen. Inzwischen heißt die offizielle Stadionzeitung bei Viktoria Aschaffenburg allerdings “Schönbusch-Echo”, wie es zu einem Stadion mit dem Namen Schönbusch nun mal passt. 9.000 Zuschauer fast die Heimstätte von Viktoria Aschaffenburg übrigens nur – für die 3. Liga wär es damit zu klein. Da man ohnehin aber gerade erst wieder in die Regionalliga Bayern aufgestiegen ist, hat man aktuell auch keine Ambitionen, den nächsten Aufstieg zu planen.

Gegenwärtiger Trainer der I. Mannschaft ist Jochen Seitz, der den meisten aus seiner Zeit in der Bundesliga beim Hamburger SV, der SpVgg Unterhaching und dem VfB Stuttgart sowie dem FC Schalke 04 bekannt sein dürfte. Seit 2016 ist er, der von 1992 bis 1996 in seiner Jugend bei Viktoria Aschaffenburg spielte, Trainer bei seinem Quasi-Heimatverein. Zuletzt zumindest mit gutem Erfolg, nämlich der Meisterschaft in der Bayernliga Nord, die auch automatisch den Aufstieg in die Regionalliga mit sich brachte.

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