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RB Leipzig und RB Salzburg: Grünes Licht für die Champions League nachvollziehbar?

RB Salzburg und RB Leipzig haben etwas gemeinsam: Den Geldgeber. Dieser ist nämlich der österreichische Getränkehersteller Red Bull, der sich bekanntlich im Bereich des Sports sehr engagiert, nicht nur beim Fußball. Und eben diese Gemeinsamkeit wäre einem der beiden Klubs beinahe zum Verhängnis geworden. Denn laut den Regularien der UEFA hätte nur einer der beiden Mannschaften an der Champions League hätte teilnehmen können. Doch da inzwischen massive Veränderungen in den Verein Strukturen vorgenommen worden sind, vor allem beim österreichischen Rekordmeister, dürfen nun doch beide Teams in der Königsklasse antreten. Wir erläutern die Hintergründe.

Darum geht es:

Es geht speziell um den Artikel 5 der UEFA Zulassungsbedingungen. „Zum Schutz der Integrität des Wettbewerbs“ dürfen nicht zwei Klubs in der Champions League oder der Europa League teilnehmen, die von ein und demselben Konzern beziehungsweise derselben Person geführt und kontrolliert werden. Es ist geregelt, dass dies auf Personen und/oder Konzerne zutrifft, die mindestens 30 Prozent des Etats tragen oder entsprechend Anteilseigner sind. Die RB Leipzig GmbH ist zu 99,9 Prozent im Besitz von Red Bull. So war es auch bei Salzburg, doch inzwischen hat sich dort einiges geändert und laut der Vereinsführung ist Red Bull nur noch der Hauptsponsor. Die UEFA war angehalten zu prüfen, ob damit die 30-Prozent Regel gebrochen wird, oder nicht.

Die Entflechtung scheint gelungen

Um beide Vereine zu entflechten, wurde in den vergangenen Jahren einiges getan. So ist Ralf Rangnick nicht mehr Sportdirektor bei beiden Vereinen und auch Oliver Mintzlaff gab sein Job als „Head of Football“ bei Red Bull auf und ist nur noch Geschäftsführer in Leipzig. Klar liegen Vermutungen nahe, dass diese Entflechtung nur auf dem Papier passiert ist und in Wirklichkeit diese Verflechtungen noch immer bestehen – nur eben inoffiziell. Doch die UEFA muss sich aus solchen Spekulationen heraushalten und prüft nur und ausschließlich das, was offiziell vorliegt. Eine andere Seite der Bewertung ist die des Financial Fair Play. Dies wurde in den vergangenen Jahren von RB Leipzig nicht eingehalten. Im Jahr 2015 gaben die Sachsen 52 Millionen Euro für Neuverpflichtungen aus – und hatten auf der anderen Seite keine Einnahmen. Daher wird RB Leipzig wohl ein Konzept vorlegen müssen, wie sich dieses Missverhältnis in den kommenden Jahren ändern wird. Ein erster Schritt ist natürlich durch die finanziellen Mehreinnahmen durch den

    • Bundesligaaufstieg
    • der Vizemeisterschaft
    • und der Teilnahme an der Champions League

getan.

Die UEFA entscheidet zugunsten von Red Bull

Die UEFA hat inzwischen zugunsten beider Vereine entschieden. Die UEFA teilte mit, bei den beiden Klubs seien „bedeutende Management- und strukturelle Änderungen hinsichtlich Unternehmensfragen, Finanzen, Personal, Sponsoring usw.“ vorgenommen worden. Somit werde nach Ansicht der zuständigen Kammer durch „keine natürliche oder juristische Person entscheidenden Einfluss auf mehr als einen an einem UEFA-Klubwettbewerb teilnehmenden Verein“ genommen. In Leipzig hatte es im Vorfeld keine Zweifel gegeben, dass die UEFA genauso entscheiden werde: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, hatten Klubchef Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Ralf Rangnick immer wieder betont. Daher begrüßt Mintzlaff die Entscheidung natürlich: „Wir freuen uns über die positive Entscheidung der UEFA. Diese Entscheidung folgt einer detaillierten Analyse und ist das Ergebnis eines jederzeit offenen und transparenten Austauschs mit der UEFA.“ Die Begründung, warum RB Leipzig nicht gegen die Regeln des Financial Fair Play verstößt, will die UEFA zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern.

Keine große Einkaufstour geplant

Mit der Entscheidung der UEFA herrscht jetzt in Leipzig Planungssicherheit. Daher stellte Mintzlaff gegenüber der „Bild“ noch einmal klar, dass keiner der Leistungsträger abgegeben werden kann, auch nicht Naby Keita und Emil Forsberg, über deren Wechsel in die Premier League oder in die Serie A immer wieder spekuliert wurde. Mintzlaff: „Es wäre fahrlässig, jetzt einen unserer Leistungsträger abzugeben. Emil und Naby sind extrem talentierte und entwicklungsfähige Spieler. Wir sind froh, dass wir als Verein mit ihrer Entwicklung Schritt halten und uns jetzt in der kommenden Saison auch in der Champions League beweisen können. Aber sagen wir so: Natürlich haben die Jungs durch ihre Leistungen großes Interesse geweckt. Das ist der normale Gang“ so der Vorstandschef, der verdeutlichte: „Aber damit beschäftigen wir uns nicht.“ Was Neuzugänge angeht betonte der Chef noch einmal, dass es keine großen Stars in Leipzig geben werde: „Wir bleiben unserer Philosophie treu, gehen bewusst mit einer jungen Mannschaft in die Champions League und nehmen diese Herausforderung so an“, sagte Mintzlaff im Gespräch mit dem „SID“ und betonte, dass sich der Klub „bei Transfers nicht unter Druck setzen“ lässt: „Ralf Rangnick hat ein ganz klares Anforderungsprofil und steht natürlich auch immer in einem engen Austausch mit Ralph Hasenhüttl.“ Bisher wurden folgende Spieler verpflichtet:

      • Bruma, Galatasaray Istanbul
      • Ibrahima Konate, FC Sochaux-Montbéliard
      • Philipp Köhn, VfB Stuttgart
      • Yvon Mvogo, BSC Young Boys

Es wäre beinahe gescheitert

Laut der amerikanischen Zeitung „New York Times“ hätte es aber auch ganz anders kommen können. Denn noch im Mai sollen beide Vereine von der UEFA vertraulich darüber informiert sein sollen, dass nicht genug unternommen worden sei, um beide Klubs voneinander zu trennen. Daher sei der Fall auch an das Schiedsgericht der Kammer weitergegeben worden. Erst nachdem es weitere Veränderungen, vor allem in Salzburg, gegeben hatte, stimmte die UEFA schließlich doch noch zu. In den vergangenen Wochen seien, dem Bericht zufolge, mehrere Red-Bull-Mitarbeiter bei dem österreichischen Meister gefeuert worden. Es war also wesentlich knapper, als uns die Verantwortlichen glauben machen wollen. Die Meinungen darüber in der Öffentlichkeit scheinen auseinander zu gehen. Manche finden es vollkommen okay, dass beide Mannschaften in der Champions League antreten werden, wieder andere halten die Entscheidung der UEFA für einen Fehler. Der „kicker“ hat eine nicht repräsentative Online Umfrage zu diesem Thema gestartet. Die Frage lautet: „Champions League – was halten Sie von der UEFA-Entscheidung pro RB Leipzig?“ Es nahmen insgesamt 25.833 Teilnehmer teil und die Meinungen könnten unterschiedlicher kaum sein. Für „Falsch“ stimmten demnach 51,04 Prozent der Teilnehmer, für „Nein“ dementsprechend 48,96 Teilnehmer.

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