SC Freiburg

SC Freiburg

Der SC Freiburg wurde 1904 gegründet. Aktuell wird die Herren Fußball Mannschaft von Christian Streich trainiert. Nahezu einzigartig ist die lange Trainerzeit von Volker Finke, der 16 Jahre lang für den Verein tätig war. Seine Karriere ist durch Auf- und Abstiege von der Zweiten in die Erste Liga gekennzeichnet. Auch wenn bisher kein Gesamtsieg in der Ersten Bundesliga erzielt werden konnte, so wurden doch gute Platzierungen erreicht und in der Zweiten Bundesliga war der Verein ebenfalls sehr erfolgreich. Aktuell ist der Bau eines neuen Stadions geplant, da das bisherige Stadion zu klein ist.

Von 1980 bis 2000 – Die größten Erfolge der neuen Ära

In der Zweiten Bundesliga Süd konnte der Verein im Jahr 1980 den sechsten Platz erlangen. Auf der neu gebauten Haupttribüne wurden 1.800 Sitzplätze geschaffen. Insgesamt umfasst das Dreisamstadion zu diesem Zeitpunkt 15.000 Plätze für Zuschauer. Ein Highlight des Jahres war der 3:1 Sieg gegen den 1. FC Köln. Durch den 7. Platz in der Zweiten Liga Süd sicherte sich der SC Freiburg die Teilnahme an der neuen Zweiten Bundesliga. Ein Jahr später wird in dieser Liga der 15. Tabellenplatz erreicht. 1983 fand eine Verbesserung auf den achten Platz zum Saisonende statt. Der Verein stellt große Bemühungen an, die Einnahmen des Vereins zu verbessern, was durch das Anlocken von einer größeren Zuschaueranzahl erreicht werden soll.

SC Freiburg

In der Zweiten Bundesliga wird 1984 der siebte Platz erlangt. Zum neuen Trainer wird Anton Rudinsky ernannt. Die Leistung in der Liga wird annähernd konstant gehalten, sodass das Jahr 1985 mit dem achten Platz endet. Nach einem Abrutschen im Jahr 1986 auf den 16. Platz wird die ursprüngliche Tendenz 1987 durch den achten Platz wieder bestätigt. Nach einer erneuten Verschlechterung auf den 10. Platz erreicht der SC Freiburg 1989 mit dem 5. Platz seine bis dato beste Platzierung. 1992 war für den SC Freiburg ein wichtiges und erfolgreiches Jahr. Nach der Wiedervereinigung wurden Veränderungen in der Zweiten Liga vorgenommen, bis schließlich 1993 wieder eine eingleisige Zweite Liga geschaffen wurde. Der SC Freiburg stieg in die 1. Bundesliga auf. Die primäre Aufgabe war der Klassenerhalt, was 1994 gelangt. Die Saison war mehr als dramatisch, erst am letzten Spieltag stand fest, dass der SC Freiburg in der Ersten Liga verbleiben konnte.

Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten war die Freude um so größer, als 1995 der SC Freiburg den dritten Tabellenplatz erlangte und für den UEFA-Cup qualifiziert war. Doch bereits in der ersten Runde musste das Team gegen Slavia Prag ausscheiden. Im Heimstadion der Mannschaft wurden parallel Umbauarbeiten vorgenommen und das Dreisamstadion umfasste nun 22.500 Zuschauer-Plätze. Der Erfolg des Vorjahres konnte nicht gehalten werden, was sich am elften Platz im Jahr 1996 zeigt. Ein Jahr später musste der Verein den Abstieg in die Zweite Liga hinnehmen. Doch bereits 1998 wird der Wiederaufstieg gemeistert, als der SC Freiburg die Saison mit dem Vize-Titel beendet. Die folgende Saison verläuft mittelmäßig, das Ergebnis ist 1999 ein zwölfter Platz in der Liga. Das Stadion wird erneut umgebaut, es findet eine Erweiterung der Zuschauer-Kapazität auf 25.000 Plätze statt.

Das neue Jahrtausend beginnt: Die Erfolge und Niederlagen des SC Freiburg

Im neuen Jahrtausend kann im Jahr 2000 die Leistung vom Vorjahr gehalten werden, auch in diesem Jahr landet der SC Freiburg auf dem zwölftem Platz. Er 2001 kann die Mannschaft zum zweiten Mal den UEFA-Cup erreichen, da zu Saisonende der sechste Platz in der Liga eingenommen wurde. Nach Siegen gegen den FC St. Gallen und Matador Puchov scheidet der SC Freiburg in der dritten Runde aus. Das Jahr 2002 ist durch das erneute Absteigen des Vereins gekennzeichnet. Wie bereits nach dem letzten Absteigen einige Jahre zuvor, gelingt auch dieses Mal der direkte Wiederaufstieg in die Erste Liga.

2004 landet der SC Freiburg auf dem 13. Platz. Es handelt sich um ein historisches Jahr, da der Verein sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Das Ereignis wurde im großen Rahmen gefeiert, unter anderem durch ein Spiel der aktuellen Mannschaft gegen ein Bundesliga-Dreamteam. Das Dreisamstadion wird in badenova-Stadion umbenannt, da das lokale Energieunternehmen, die Namensrechte gekauft hatte.

In der kommenden Saison stieg der SC Freiburg erneut in die Zweite Liga ab. Der Verein konnte nur 18 Punkte erreichen, wodurch er Tabellenletzter wurde. Eine Besonderheit des Vereins ist, dass seit 1991 kein Trainerwechsel stattgefunden hatte. Cheftrainer Volker Finke ist so lange im Amt, wie kein anderer Trainer eines deutschen Proficlubs. Im Gegensatz zu den vorherigen Abstiegen, konnte 2006 der direkte Wiederaufstieg nicht geschafft werden. Lediglich zwei Punkte trennten die Mannschaft von diesem Erfolg, sodass sie sich mit dem vierten Platz begnügen mussten. Obwohl die Rückrunde in der Saison 2006/2007 mit 41 Punkten sehr erfolgreich war, konnte gegen Saisonende wiederum nur der vierte Platz erlangt werden. Nach 16 Jahren beendet Volker Finke seine Karriere beim SC Freiburg. In seinem letzten Spiel gegen die TuS Koblenz konnte er einen 2:0 Sieg verzeichnen. Der Co-Trainer Achim Sarstedt war ebenfalls 16 Jahre lang für den Verein tätig gewesen und verließ gemeinsam mit seinen Chef den SC Freiburg. Als Cheftrainer wurde Robin Dutt verpflichtet. Im Jahr 2008 verpassen die Spieler erneut den Aufstieg, haben jedoch bis zum Ende gute Chancen gehabt. Das Ergebnis ist ein fünfter Platz.

2009 wird schließlich der Aufstieg in die Erste Liga geschafft. Bereits am viertletzten Spieltag steht fest, dass das jahrelang angestrebte Ziel erreicht wird. Der SC Freiburg wird am Ende Ligameister. In der Ersten Bundesliga verläuft die kommende Saison durchwachsen, am Ende reicht die Leistung für den 14. Tabellenplatz. Erst am vorletzten Spieltag kann der Klassenerhalt sicher gestellt werden, als ein 2:2 gegen den 1. FC Köln erzielt wird. Robin Dutt übernimmt auch weiterhin das Training der Fußball-Mannschaft. 2011 führt er sein Team auf den neunten Tabellenplatz. Bereits im Vorfeld erklärten der Chef-Trainer und sein Co-Trainer Damir Buric, dass sie zu Bayer Leverkusen wechseln werden. Markus Sorg, bisher Trainer der Zweiten Mannschaft, übernahm den leitenden Posten des Trainers. In der kommenden Saison musste durch den Wechsel von Papiss Demba Cisse eine große Lücke geschlossen werden. Der Spieler war durch 37 Treffer in 65 Spielen positiv aufgefallen und unterschrieb einen Vertrag bei Newcastle United. Das Team des SC Freiburg konnte dennoch große Erfolge feiern und blieb in der Rückrunde 10 Spiele in Folge ungeschlagen. Der Klassenerhalt war erreicht.

2013 ist ein Jahr der Erfolge, da das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht wurde. Die Saison verläuft auch in der Bundesliga gut und die Aussichten auf die Qualifikation für die Champions League wurden lange Zeit aufrecht erhalten, schließlich wurde der fünfte Platz erlangt. Im Jahr 2014 wurde am drittletzten Spieltag der Klassenerhalt gesichert, am Ende stand das Team auf dem 14. Platz. Im folgenden Jahr wurde die Grundlage für ein neues SC-Stadion geschaffen. Sportlich verläuft das Jahr nicht vorteilhaft, da die Mannschaft durch den 17. Platz erneut in die Zweite Liga absteigt. Das Team wird neu formatiert und schafft den Aufstieg durch den ersten Platz in der Zweiten Liga. Am 15. Spieltag der Saison 2016/2017 verfügt der SC Freiburg über 20 Punkte und belegt den 10. Platz. Zu Beginn der Saison sind 11 neue Spieler dem Kader hinzugefügt worden. Im Gegenzug haben 16 Spieler den Verein verlassen und sind zu anderen Sportvereinen gewechselt.

Die größten Erfolge der Mannschaft in der Übersicht

In der Bundesliga gehören der dritte Platz in der Saison 1994/1995, der sechste Platz in der Saison 2000/2001 und der fünfte Platz in der Saison 2012/2013 zu den größten Erfolgen. Vier Mal wurde in der Zweiten Bundesliga der Meistertitel erlangt. In der Ewigen Tabelle der Zweiten Liga belegt der SC Freiburg den sechsten Platz. Das Erreichen des Halbfinals des DFB-Pokals im Jahr 2013 war der größte Erfolg in diesem Bereich. Internationale Erfolge konnten im UEFA-Pokal in den beiden Jahren 1995/1996 und 2001/2002 erzielt werden. Die Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/2014 wird ebenfalls als Erfolg gewertet. Der SC Freiburg war bisher vor allem in der Zweiten Fußball-Bundesliga besonders erfolgreich, da nach einem Abstieg in den meisten Fällen der Aufstieg direkt in der nächsten Saison folgte. Die Zeiten in der Ersten Liga sind durch den angestrebten Klassenerhalt gekennzeichnet.

Die Geschichte des Stadions des SC Freiburg

Seit 1954 ist das Schwarzwald-Stadion das Heimstadion des Vereins. Es wurde in seiner Geschichte mehrfach umbenannt. Zwischenzeitlich war die Anlage als Schwarzwaldstadion bekannt, auch Mage Solar Stadion ist einer der Namen, ebenso wie Dreisamstadion und badenova Stadion. In der ersten Zweitliga-Saison wurden die Spiele im Möslestadion veranstaltet. Über viele Jahre hinweg wurde Kritik am Stadion geübt, da es nicht alle Anforderungen an eine moderne Anlage erfüllt. Experten und Fans diskutierten über einen Neubau beziehungsweise einen Umbau. Der SC gab eine Wirtschaftlichkeitsprüfung in Auftrag, um zu entscheiden, ob der Neubau oder der Umbau besser ist. Das Ergebnis war die Aussage, dass ein Umbau rund elf Jahre dauern würde. Die Kosten wären im Vergleich zum Neubau nur unwesentlich geringer. In einem anderen Gutachten wurde eine maximale Umbauzeit von drei Jahren angenommen. Die Kosten wären in diesem Fall jedoch deutlich höher gewesen.

Das Fazit der Studien war die Erkenntnis, dass ein Umbau nicht vorteilhaft sei. Es wurde als zu riskant und unsicher angesehen. Im Jahr 2012 wurde der Bau eines neuen Stadions beschlossen. Zunächst einmal musste der richtige Standort gefunden werden. Der Wolfswinkel am Flugplatz schien am besten geeignet. Als Vorteile wurden die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die große Fläche genannt. Das Gelände gehörte bis auf einen kleinen Teil bereits der Stadt. Der Flugbetrieb sollte aufrecht erhalten werden. Das neue Stadion soll Raum für 35.000 Fans bieten. Wie lange der Bau dauern wird, ist noch nicht abzusehen. Einer der beiden alternativen Standorte bleibt als Ersatzstandort erhalten, hat jedoch keine große Wahrscheinlichkeit.