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Schafft die deutsche U19 den nächsten Titelgewinn?

Zuerst der EM-Titel für die deutsche U21 Auswahl, danach der Gewinn des Confed Cup in Russland: Der deutsche Nachwuchs im Fußball scheint richtig gut zu funktionieren. Derzeit findet in Georgien die Europameisterschaft für die Junioren der U19 statt. Können die Jugendlichen dem Druck standhalten und gute Ergebnisse liefern, wohlmöglich gar den nächsten Titel für den DFB klarmachen? Die Auftaktniederlage gegen die Niederlande war ein Schock, doch die Mannschaft konnte sich mit dem 3:0 gegen Bulgarien, die immerhin die Franzosen aus der Qualifikation gekickt haben, rehabilitieren. Doch um am Halbfinale teilzunehmen muss ein Sieg gegen England her – ansonsten wird es nichts mit der K.O.-Runde. Wir haben die Sache mal versucht ganz nüchtern zu betrachten und die Chancen ausgelotet.

Die Auftaktniederlage gegen die Niederlande – ein Schock

Trainer Frank Kramer nahm, wie es sich für einen Trainer gehört, auch etwas Positives aus der 1:4 Auftaktniederlage gegen die Niederlande mit: „Wir sind in der ersten Hälfte gut ins Spiel gekommen und haben gut gepresst. Nach den zwei Gegentoren haben wir ihnen die Räume gelassen. Jetzt sind wir enttäuscht, dass wir nicht so gut ins Turnier gestartet sind aber wir werden wieder aufstehen“, sagte Kramer im Anschluss: „Spielentscheidend war, dass die Niederländer da waren, als wir ihnen die Chancen gegeben haben, wir nicht“. Aymane Barkok konnte das DFB-Team in der 46. Minute in Führung bringen, doch ein Doppelpack von Joel Piroe in der 50. und der 65. Minute stellte die Partie auf den Kopf, in der 80. Minute machte Piroe dann seinen Hattrick komplett. Jay-Jay Grot machte dann in der Nachspielzeit alles noch klarer als es ohnehin schon gewesen war. Der deutsche Torhüter Eike Bansen, der im Mai mit Borussia Dortmund A-Junioren Meister geworden ist, zeigte sich nach dem Spiel hoffnungsvoll: „Es überwiegt ganz klar die Enttäuschung, vor allem, wenn man als Torwart vier Gegentreffer kassiert. Das trübt die Freude über das erste Länderspiel. Aber jetzt schaue ich wieder nach vorne und hoffe, dass das zweite Länderspiel besser ausgeht. Ich finde, dass wir gut reingekommen sind und in der ersten Halbzeit auch überlegen waren, auch wenn wir jetzt nicht super viele Torchancen hatten. In der zweiten Hälfte gehen wir blitzschnell in Führung, verlieren dann aber komischerweise die Präsenz, die uns vorher ausgezeichnet hat. Dann fangen wir zwei dumme Tore nach Standardsituationen und haben selbst Pech bei unseren eigenen Chancen. So verlierst du auf diesem Niveau ganz schnell ein Spiel, obwohl das nicht wirklich hätte sein müssen.“ Bansen war trotz der vier Gegentore einer der besten Deutschen auf dem Platz. Dennoch ist er der Meinung: „Wir müssen gegen Bulgarien nun anders auftreten. Dazu gehört, dass wir präsenter sind, mehr kommunizieren und in den Zweikämpfen mehr dagegenhalten. Gegnerische Standards sollten wir besser vermeiden oder zumindest aggressiver verteidigen. Wenn wir dann noch unsere Chancen nutzen, werden wir erfolgreich sein.“

Foto: shutterstock/Stockfoto-ID: 173958014

Der Sieg gegen Bulgarien – ein Hoffnungsschimmer

Und es lief vieles besser gegen Bulgarien. Die deutsche Mannschaft war sehr souverän und konnte sich damit die Chance auf das Halbfinale bewahren. Etienne Amenyido und Gökhan Gül sorgten für die ersten beiden Treffer, Sidney Friede machte in der 54. Minute den Deckel drauf. „Ich bin zufrieden mit der Leistung heute“, sagte Kramer: „Wir sind dynamisch gestartet und haben uns gleich gute Chancen erarbeitet. Der Elfmeter und die Rote Karte haben uns in die Karten gespielt. So konnten wir den Rest der Zeit die Kugel gut laufen lassen. Wir haben noch viele weitere Chancen herausgearbeitet, die wir hätten nutzen können.“ Jetzt hängt alles von dem Spiel am kommenden Samstag gegen England ab, die ihrerseits gegen die Niederlande mit 1:0 gewinnen konnten. Deutschland liegt in der Tabelle auf dem dritten Platz, hinter England und den Niederlanden und muss gegen die Young Lions alles rausholen. „Wir haben jetzt unser Endspiel gegen England“, sagte Kramer: „Das müssen wir gewinnen und dazu brauchen wir eine Topleistung.“

Der Kader ist sicherlich dazu in der Lage, den Titel zu holen

Was den Kader angeht, der derzeit in Georgien die deutschen Hoffnungen auf den dritten Titel in Folge aufrechterhält, so sind einige sehr vielversrechende Talente mit an Bord. Aber: „Den einen Leader, der den Takt vorgibt, den haben wir nicht. Das ist aber auch nicht schlimm. Wir haben einige, die immer die Initiative ergreifen wollen“, erklärt Frank Kramer. Zu diesen Führungsspielern gehören sicherlich

  • Gökhan Gül (Fortuna Düsseldorf)
  • Dennis Geiger (TSG 1899 Hoffenheim)
  • Robin Hack (TSG 1899 Hoffenheim)
  • Aymen Barkok (Eintracht Frankfurt)
  • Etienne Amenyido (Borussia Dortmund)

Es fehlt jedoch Felix Passlack, der zuhause bleiben musste, da sein Verein Borussia Dortmund zum Trainingsauftakt nicht auf ihn verzichten wollte. Das ist aber nicht nur bei Deutschland ein Problem. Justin Kluivert von Ajax Amsterdam wird in der Champions League Qualifikation gebraucht und steht somit für die Niederlande nicht im Kader. Bei den Engländern fehlt Reece Oxford, Neuzugang von Borussia Mönchengladbach.

Die Chancen stehen gegen England nicht sonderlich gut

Es kann am kommenden Samstag ganz schnell gehen: Entweder scheidet Deutschland aus und muss vorzeitig die Heimreise antreten, oder aber es geschieht ein kleines Wunder und die Engländer können bezwungen werden. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, welchen Weg der Gegner bisher gegangen ist: In der Qualifikation konnte die Mannschaft gegen Spanien einen großen Sieg erringen und die Niederlande, die gegen Deutschland mit 4:1 gewinnen konnten, wurden mit einem 1:0 abgespeist. Alles andere als ein leichter Gegner als. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass der dritte Titel in Folge für den DFB ein Wunschtraum bleiben wird, denn die Engländer sind ausgesprochen spielstark und haben insgesamt viel mehr überzeugen können, als der deutsche Nachwuchs. Wenn sich jedoch die DFB-Auswahl ebenfalls als Turniermannschaft entpuppt, wie die Kollegen von der A-Auswahl und der U21, dann hat auch die U19 gegen England eine echte Chance, das Halbfinale doch noch zu erreichen.

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