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So viel Deutsch steckt im neuen Premier League Team Huddersfield Town

Nachdem Leicester City letzte Saison mit dem Gewinn der Meisterschaft für eine unglaubliche Erfolgsgeschichte im englischen Fußball sorgte, hat nun das kleine Huddersfield Town mit dem überraschenden Aufstieg in die Premier League das nächste Fußball-Märchen auf der Insel geschrieben. Zu verdanken ist es auch der ‘German Connection’, denn im Team der Terriers spielen nicht nur fünf deutsche Spielern, sondern auf der Bank sitzt mit Trainer David Wagner ebenfalls ein Deutscher, der der Vater des Erfolges ist. Höchste Zeit, Huddersfield Town und seinen deutschen Einfluss etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Huddersfield Town dank ‘German Power’ in die Premier League

Nach 45 Jahren kehrt Huddersfield Town in die Premier League zurück. Das Team aus der Grafschaft West Yorkshire zwischen Manchester und Leeds setzte sich am Montag im Championship-Playoff-Finale gegen den FC Reading durch, wobei die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel, nachdem es nach 90 Minuten und Verlängerung 0:0 stand. Hier bewies Huddersfield Town die besseren Nerven und entschied die Elfer-Lotterie mit 4:3 zu seinen Gunsten. Auch dank des Deutschen Christopher Schindler, der den entscheidenden Elfer vor 76.682 Zuschauern im Wembley Stadion verwandelte und zum Helden avancierte. Symptomatisch, denn es sind gerade die Deutschen, die zu den absoluten Erfolgsgaranten des Aufsteigers gehören.

Allen voran natürlich Trainer David Wagner. Der Deutsch-Amerikaner trainiert den Klub seit November 2015 und wurde von Präsident Dean Hoyle als „unbekannter, verrückter Deutscher“ angekündigt. Vor seinem Engagement auf der Insel trainierte er vier Jahre die Zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Den Job hatte Wagner keinem Geringeren als dem damaligen BVB-Chefcoach Jürgen Klopp zu verdanken, da sich die beiden noch aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FSV Mainz 05 kennen und seit Jahren eine enge Freundschaft pflegen

Als Wagner den Posten in Huddersfield übernahm, steckte der Traditionsklub in der Championship, der zweithöchsten Spielklasse des Landes, im Abstiegssumpf. Er rettete das Team und in der Folgesaison führte der 45-Jährige, der für die USA acht Länderspiele bestritt, Huddersfield Town souverän durch die Saison. Nach 46 Spielen, von den 25 gewonnen wurden, waren die Terriers Fünfter und sicherten sich in den Playoffs das Premier-League-Ticket.

Wagner führte deutschen Trainingseifer ein

Dabei leistete Wagner phänomenale Arbeit, zumal Huddersfield Town vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt wurde, was angesichts eines geradezu lächerlichen Etats von 16 Millionen Euro – was dem viertkleinsten der Liga entspricht – auch nicht weiter verwunderlich war.

Die widrigen Umstände hinderten Wagner aber nicht daran, die „Terriers“ neu abzurichten. Der Übungsleiter setzte vor allem auf die Jugend, zumal er für den BVB erfolgreich U23 Talente geschliffen hat und bestens mit Nachwuchskickern umzugehen weiß, und lockte gestandene, deutsche Profis aus der 2. und 3. Liga in die Championship. Seine Personalentscheidung war auch der Tatsache geschuldet, dass der Trainer die deutsche Arbeitsethik in den Klub installierte und deutlich häufiger trainieren ließ, als die englische Fußballkultur eigentlich vorsieht.

„Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wird um 11 Uhr trainiert, das war es dann. Zwei Mal Training am Tag oder gar eine Übungseinheit zur Anstoßzeit – das kannte man hier gar nicht, das haben wir gleich zu Beginn eingeführt“, erklärte Wagner.

Die Neuzugänge aus Deutschland waren mit diese Arbeitseinstellung natürlich bestens vertraut, was zugleich positiv auf die anderen Mitspieler abfärbte.

Die deutschen Helden von Huddersfield Town

Aus Deutschland holte Wagner insgesamt fünf Landsmänner nach Huddersfield, die sich zu wahren Leistungsträgern mauserten und zum Stammpersonal gehören. Dabei handelt es sich um:

  • Michael Hefele: Der Innenverteidiger kam im Sommer 2016 ablösefrei vom Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden und absolvierte in der abgelaufenen Saison insgesamt 42 Pflichtspiele (5 Tore).
  • Christopher Schindler: Der Innenverteidiger kam im Sommer 2016 für 2,2 Millionen Euro Ablöse vom Zweitligisten 1860 München und absolvierte in der abgelaufenen Saison insgesamt 48 Pflichtspiele (2 Tore, 3 Vorlagen).
  • Chris Löwe: Der Linksverteidiger kam im Sommer 2016 ablösefrei vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und absolvierte in der abgelaufenen Saison insgesamt 45 Pflichtsiele (2 Tore, 3 Vorlagen).
  • Elias Kachunga: Der Stürmer kam im Sommer 2016 für 250.000 Euro auf Leihbasis vom FC Ingolstadt und absolvierte in der abgelaufenen Saison insgesamt 48 Pflichtsiele (13 Tore, 4 Vorlagen). Huddersfield hat die Kaufoption gezogen und den Deutsch-Kongolesen fest für 1,30 Millionen Euro verpflichtet.
  • Collin Quaner: Der Stürmer kam im Januar 2017 für 500.000 Euro Ablöse vom Zweitligisten 1. FC Union Berlin und absolvierte in der Rückrunde 20 Pflichtspiele (11 Tore, 7 Vorlagen), damit hat auch der Winterneuzugang seinen Beitrag zum märchenhaften Aufstieg von Huddersfield Town geleistet.

Vor allem in der Abwehr ist die German Connection präsent und so bilden Schindler und Hefele, die sich ideal verstehen, die Innenverteidigung von Huddersfield Town, während der ‘deutsche Abwehrbund’ mit Linksverteidiger Löwe, der schon bei Borussia Dortmund unter Wagner trainierte, vervollständigt wird. Den Stellenwert des Quintetts im Wagner-Team zeigte sich auch im Playoff-Finale gegen den FC Reading, wo mit Ausnahme von Quaner, der im Spielverlauf eingewechselt wurde, alle Deutschen in der Startelf standen.

Huddersfield Town mit deutschem Spielsystem a la Klopp

Doch nicht nur Trainer und viele Spieler stehen für Deutsch bei Huddersfield Town, sondern auch das Spielsystem. Denn bei der Taktik, orientiert sich David Wagner stark an der Spielweise, die Kumpel Klopp auch beim FC Liverpool installiert hat und mit der er in Dortmund so erfolgreich war. So werden die Gegner bei Ballbesitz früh attackiert, wobei das hohe Pressing mit viel Laufbereitschaft verbunden ist. Ein weiteres typisches Element ist das blitzschnelle Umschaltspiel bei Ballgewinn. Das sind im Grunde genommen die Kernkompetenzen, die Wagner von seinen Spielern sehen will. Das frühe Gegenpressing a la Klopp ist in Deutschland schon lange bekannt.

Erfolgstrainer Wagner heiß begehrt

Wie lange der deutsche Einfluss bei Huddersfield Town noch in dieser Form zum Tragen kommt, bleibt abzuwarten. Denn natürlich hat sich David Wagner nicht nur in England, sondern auch in Deutschland ins Rampenlicht ‘gecoacht’. Bereits in der Winterpause klopften der VfL Wolfsburg und FC Ingolstadt an und wollten ihn vom nordenglischen Klub weglocken. Aber Wagner lehnte dankend ab. Doch auch Bayer Leverkusen und sogar Borussia Dortmund sollen ein Auge auf den Trainer geworfen haben. Noch lässt Wagner seine Zukunft offen und erklärte gegenüber der „Bild“: „Ich setze mich in den nächsten Tagen mit meinem Besitzer zusammen, weil wir durch den Aufstieg eine ganz andere Situation haben. Dann müssen wir schauen, wie er darüber denkt. Danach entscheide ich, wie es weiterläuft.“

Im Sinne eines schönen Fußballmärchens wäre es Huddersfield Town und den Fans zu wünschen, dass Wagner dem dreimaligen englischen Meister erhalten bleibt.

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