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Sportfreunde Lotte: Werk eines Mäzens am Osnabrücker Autobahnkreuz

Erst 1929 wurde der Club im nördlichsten Teil von Nordrhein-Westfalen gegründet. Damals noch unter dem Namen Turnverein Lotte, der am 9. Februar 1946 unter dem heutigen Namen nach dem Krieg neu gegründet wurde. Neben Fußball bietet man in dem Verein auch Turnen und Handball an, insgesamt hat man sechs verschiedene Abteilungen. Die bekannteste dürfte dennoch die I. Herrenmannschaft im Fußball sein, die seit der Saison 2016/17 im Profifußball tätig ist, nämlich in der 3. Liga.

Dabei hatte man lange Zeit nur in der Verbandsliga gekickt. Erst mit dem Aufstieg in die Oberliga im Jahr 2004 setzte man ein erstes Ausrufezeichen, dem viele weitere folgen sollten. Weiter ging es bis in die Regionalliga und zuletzt eben – nach vielen vergeblichen Versuchen – mit dem Aufstieg in die 3. Liga, womit das kleine Lotte – nur
14.000 Einwohner zählt der Ort
– nun auch auf der Landkarte des Profifußballs angekommen ist. Zudem mischt man die 3. Liga ganz gut auf, war nach einigen Spieltagen sogar mal Tabellenführer, ist danach aber ein wenig abgerutscht. Allerdings hat man sich auch dort wieder gefangen und wird aller Voraussicht nach nichts mit dem Abstieg zu tun haben, und insofern ein weiteres Jahr Profifußball anfügen können.

Eine Ansammlung von Nobodys mischt die 3. Liga auf

Angesichts dieser Historie darf es nicht verwundern, dass es kaum bekannte Spieler gibt, die jemals für die Sportfreunde Lotte am Ball waren. Namen wie Ralf Feuerstein, Marcus Rickert oder Lars Schiersand dürften nur eingefleischten Fans des Amateurfußballs ein Begriff sein. Auch der aktuelle Kader lässt jegliche Art von Stars oder namhaften Spielern vermissen. Und dennoch spielt man eine sehr gute Rolle in der 3. Liga und eine noch bessere in dieser Ausgabe des DFB-Pokalwettbewerbs.

Hier hat man in Werder Bremen und Bayer Leverkusen zwei Erstligisten sowie in 1860 München einen Zweitligisten jeweils in Heimspielen aus dem Wettbewerb geworfen, weshalb man nun 2017 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale des DFB-Pokals steht. Sicher der bislang größte sportliche Erfolg der Sportfreunde Lotte.

Die anderen bisherigen Erfolge lesen sich nämlich so:

  • 2013 Meister der Regionalliga West
  • 2015 Sieger im Westfalenpokal
  • 2016 Meister der Regionalliga West
  • 2016 Aufstieg in die 3. Liga

Gegenwärtiger Kader der Sportfreunde Lotte

Wie in den unteren Klassen üblich besteht auch der Kader der Sportfreunde Lotte fast ausschließlich aus deutschen Spielern. Die drei Deutschpolen Andre Dej, Jaroslaw Lindner und Patrick Schikowski sind Fußballdeutsche, ebenso der Deutschportugiese Kevin Pires-Rodrigues, wie auch der Deutschtürke Semih Daglar und der Deutschkroate Luka Tankulic.
Insosfern dürfte es keine Grüppchenbildung im Kader geben. Zumal haben die drei Siege im DFB-Pokal das Team um Trainer Ismail Atalan zusammengeschweißt. Am längsten schon in Lotte tätig ist der Mittelfeldmann Tim Gorschlüter, seit 2010 im Club und damit Dienstältester bei den Fußballern im Kader der Sportfreunde Lotte.

Lotter Trainer Inbegriff des möglichen Aufstiegs im Fußball

Der aktuelle Trainer Ismail Atalan ist ein bemerkenswerter Typ, hat er sich doch ohne je als Aktiver im höheren Fußballbereich tätig gewesen zu sein, bis zu dieser Position als Trainer einer Profimannschaft im deutschen Fußball nach oben gearbeitet. Seine vorherigen Stationen 1. FC Gievenbeck und SC Roland Beckum waren dabei auch nicht gerade die Elite des deutschen Fußballs. Dennoch steht er jetzt im Fokus, leistet aktuell gute Arbeit beim Emporkömmling Sportfreunde Lotte.

Der Ort selbst ist wohl weniger bekannt als das gleichnamige Autobahnkreuz, welches häufig in den Verkehrsnachrichten erwähnt wird. Schon 2013 waren die Sportfreunde Meister in der Regionalliga geworden, mussten damals aber in den Aufstiegsspielen dem heutigen Bundesligisten Rasenballsport Leipzig den Vortritt beim Aufstieg in die 3. Liga lassen.

Alles steht und fällt mit Mäzen Manfred Wilke

Am Ende der Saison 2015/16 gelang den Sportfreunden aber dann der große Coup. Gegen Waldhof Mannheim setzte man sich in Hin- und Rückspiel durch, darf deshalb erstmals im Profifußball mitmischen. Wie die Ergebnisse sowohl im DFB-Pokal als auch in der Liga selbst zeigen, ist die Mannschaft von Trainer Ismail Atalan dabei keineswegs überfordert. Aktuell scheint es so, als würde man mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben. Zudem darf man sich auf ein Heimspiel im DFB-Pokal gegen den Europapokalsieger Borussia Dortmund freuen, der Gast im Viertelfinale dieses Wettbewerbs sein wird.

Möglich macht das alles übrigens ein lokaler Mäzen, ohne den bei einem Zuschauerschnitt von nur wenigen Tausend Zuschauern das alles nicht denkbar wäre. Die Rede ist dabei von Manfred Wilke, der als solcher Mäzen sogar namentlich auf der Webseite der Sportfreunde Lotte erwähnt wird. Angeblich ist er inzwischen aber nicht mehr wie zu früheren Zeiten allein verantwortlich für den Etat der Sportfreunde, sondern hat einen Pool weiterer Sponsoren rund um den Club aufgebracht. Zur Zeit ist der Klassenerhalt in der 3. Liga das große Ziel, welches mehr als machbar erscheint. Doch wer weiß, wo die Unterstützung von Manfred Wilke den Club in langfristiger Zukunft noch hinführen wird.

Sportfreunde Lotte: Werk eines Mäzens am Osnabrücker Autobahnkreuz
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