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Steht die nächste Goldene Generation im deutschen Fußball vor der Tür?

Als die U21 anno 2005 die Europameisterschaft gegen England mit 4:0 gewinnen konnte, da standen insgesamt sechs Akteure in der Startelf, die neun Jahre später mit der A-Nationalmannschaft in Brasilien den WM-Titel holen sollten. Haben wir jetzt wieder eine ähnliche Situation? Die deutsche U21 Nationalmannschaft konnte sich am vergangenen Wochenende gegen die hoch favorisierten Spanier durchsetzen und den EM-Titel nach Hause holen. Wir sind der Frage nachgegangen, ob Joachim Löw, neben den Senkrechtstartern aus der Mannschaft, die am Sonntag den Confed Cup geholt haben, jetzt plötzlich noch viel mehr Auswahl für die WM 2018 hat – oder zumindest für die kommenden großen Turniere. Eine Zusammenfassung.

Die Goldene Generation von 2005

Es waren damals die Profis

  • Manuel Neuer
  • Jerome Boateng
  • Benedikt Höwedes
  • Mats Hummels
  • Sami Khedira
  • Mesut Özil

Sie alle hatten an dem 4:0 Erfolg damals gegen die U21 Englands großen Anteil. Özil spielte sich mit seinen zwei Torvorlagen und einem Treffer klar in den Vordergrund. In der Innenverteidigung wuselten Höwedes und Boateng, Hummels sammelte schon vorher vieles weg. Sami Khedira überragte schon alleine wegen seiner Körperlichkeit in der Offensive. Und Manuel Neuer war schon damals ein überragender Schlussmann. Wie fällt der Vergleich zu den heutigen U21 Spielern aus? Immerhin schafften es sechs von elf Spielern aus der Startelf später auch in die A-Nationalmannschaft. Haben wir eine neue Goldene Generation in den Startlöchern?

Julian Pollersbeck

Ob er der neue Manuel Neuer wird – nun, da muss er natürlich erst einmal an Marc-André ter Stegen vorbei und auch ansonsten ist die Konkurrenz auf seiner Position ziemlich groß. Auf jeden Fall schaffte der Torwart, der bis vor kurzem noch in der 2. Liga beim FC Kaiserslautern gekickt hat, Glanzleistungen bei diesem Turnier. Im Halbfinale hielt er zwei Elfmeter und im Finale parierte er so gut, dass er die Mannschaft im Spiel halten konnte.
Die Abwehr mit Jeremy Toljan, Niklas Stark, Marc-Oliver Kempf, Yannick Gerhardt

Yannick Gerhard hat bereits die Erfahrung aus 72 Bundesligaspielen für Wolfsburg und Köln. Allerdings gehört er wohl nicht zu den Spielern, mit denen wir in der A-Nationalmannschaft rechnen müssen. Auch bei Marc-Oliver Kempf sieht es trotz solider Leistungen im Verein und in der Nationalmannschaft nicht so aus, als würde er den Sprung zu den großen Jungs schaffen. Die Konkurrenzsituation in der Defensive wird wohl auch dafür sorgen, dass Niklas Stark keine Chance in der A-Mannschaft haben wird. Höchstens Jeremy Toljan könnte es zu einer Einladung von Joachim Löw bringen. Er hat alle Spieler der EM über die volle Distanz absolviert und sich als Rechtsverteidiger längst etabliert.

Mittelfeld: Janik Haberer, Max Meyer, Maximilian Arnold

Für Maximilian Arnold dürfte es so schnell nicht in die A-Mannschaft gehen. Zwar war er schon mal dabei, doch die Konkurrenz ist groß und für seinen Verein, dem VfL Wolfsburg, wird er in der kommenden Saison keine internationalen Spiele absolvieren. Max Meyer, der Mann für das offensive Mittelfeld, hat ebenfalls viel Konkurrenz, könnte es aber durchaus als fester Bestandteil in die Mannschaft von Jogi Löw schaffen, für die er bereits viermal aufgelaufen ist. Janik Haberer wird in der kommenden Saison bei seinem Klub SC Freiburg mehr Erfahrung sammeln müssen, um für Joachim Löw interessant zu werden. Nicht mit dabei im Finale war Mahmoud Dahoud, der allerdings auch erst 21 Jahre alt ist. Mit seinem Talent dürfte, trotz seines Fehlens im Endspiel, ein Anruf von Joachim Löw bald kommen.

Sturm: Mitchell Weiser, Serge Gnabry, Maximilian Philipp

Mitchell Weiser war an dem Abend des Finales der Mann der Stunde. Er erzielte den einzigen Treffer des Spiels und das in unnachahmlicher Weise. Er ist ein Rechtsverteidiger mit Zug zum Tor mit sehr viel Talent. Und er war, trotz seiner erst 23 Jahre, schon viel unterwegs:

  • 1. FC Köln
  • FC Bayern München
  • 1. FC Kaiserslautern
  • Hertha BSC

Wahrscheinlich wird er aber nicht in der A-Mannschaft eingesetzt werden – bisher hat Joachim Löw zumindest noch kein Interesse an ihm gezeigt. Anders sieht es wohl für Serge Gnabry aus, der jüngst vom SV Werder Bremen zum FC Bayern München wechselte, aber vom Rekordmeister noch für ein Jahr verliehen werden wird – so zumindest sagt es die Gerüchteküche. Im Finale hatte er seine großen Chancen in der ersten Halbzeit und er war auch schon für Joachim Löw im Einsatz. Eine Zukunft in der A-Mannschaft ist mehr als wahrscheinlich. Maximilian Philipp bekam seine Chance für die Startelf ausgerechnet im Finale gegen Spanien – und ersetzte damit den verletzten Davie Selke. Dennoch wird er zunächst für Joachim Löw nicht sonderlich interessant sein – anders läuft die Sache bei Selke. Der Neu-Berliner zeigt bereits bei RB Leipzig, was er kann und könnte sich durchaus in den erweiterten Kader des Bundestrainers spielen.

Fazit: Die Goldene Generation kommt – von überall her

Es ist für Joachim Löw sicherlich eine schwierige Angelegenheit. Die U21-Mannschaft holt den EM-Titel und keine 48 Stunden später holen die Senioren den Confed Cup in Russland – ebenfalls mit einer jungen Truppe. Das bedeutet erst einmal, dass Löw und Stefan Kuntz bei der Absprache, wer in welcher Mannschaft spielen sollte, ganze Arbeit geleistet haben. Doch es bedeutet auch, dass Deutschland derzeit eine ganze Menge Talente im Bereich des Fußballs hat – die Zukunft kann also beginnen. Jetzt hat der Trainer die Qual der Wahl. Wen nimmt er letztendlich, neben den ohnehin etablierten, mit zur Weltmeisterschaft? Und wer muss noch ein paar Jahre auf seine große Chance warten? Es stehen noch eine ganze Reihe von Welt- und Europameisterschaften an. Um den Nachwuchs muss sich beim Fußball in Deutschland derzeit niemand Sorgen machen. Da haben es Länder wie Chile oder England deutlich schwerer.

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