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SV Babelsberg und die „Nazischweine“-Posse: Wäre ein Ausschluss des Vereins überzogen?

Foto: SV Babelsberg 03/Imago/Matthias Koch

Es ist eine Geschichte, die so wohl nur in der Regionalliga vorkommen kann. Im April des vergangenen Jahres kam es in der Regionalliga Nordost zu dem Duell zwischen SV Babelsberg 03 und dem FC Energie Cottbus. Hierbei kam es mal wieder zu Fehlverhalten der Anhänger auf beiden Seiten. So weit, so normal. Doch Babelsberg will die ausgesprochene Strafe des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) nicht bezahlen. Denn in der Urteilsbegründung geht es nicht nur darum, den Verein für dass Abbrennen von Pyrotechnik zu bestrafen. Sondern eben auch für die „Nazischweine raus!“-Rufe der eigenen Anhängerschaft, die damit, wie der Verein darstellt, auf zuvor rassistische und antisemitische Äußerungen der gegnerischen Fans reagierten.

Verband hat bereits im September die „Nazi-Schwein!“ Rufe als Bestandteil der Urteilsbegründung ausgeschlossen

Da Babelsberg die Strafe bis jetzt nicht bezahlt hat, droht der NOFV mit Sanktionen, sogar ein Ausschluss vom Spielbetrieb wird in Erwägung gezogen. Allerdings hatte der NOFV bereits im September klargestellt, dass die ausgesprochene Strafe gegen Babelsberg ausdrücklich nicht den „Nazi-Schweine raus!“ Rufen gilt: „Eine Verurteilung bzw. Bestrafung des Vereins wegen des Rufes eines Babelsberger Anhängers: ‚Nazi-Schweine raus‘ ist nachweislich nicht erfolgt. Die entsprechende Formulierung im Tatbestand des Urteils diente allein der Vervollständigung des Sachverhaltes und ist wortwörtlich aus dem Bericht der Sicherheitsaufsicht übernommen“, heißt es hierzu in einer Richtigstellung des Verbandes am 25. September 2017. Jetzt hat der Verband in einer vor Kurzem abgehaltenen Pressekonferenz erneut den Fehler in der Urteilsbegründung eingeräumt. „Wir haben einen stilistischen Fehler gemacht“, ließ sich der Vorsitzende des Sportgerichts des NOFV, Stephan Oberholz entlocken.

Verband ist zu Gesprächen bereit

Die Babelsberger haben jetzt noch Zeit bis zum 14. Februar dieses Jahres, um die Strafe in Höhe von 7.000 Euro zu bezahlen. Diese Frist bleibt unabhängig von den jüngsten Äußerungen des Verbandes bestehen. „Es muss jetzt eine Lösung geben“, so Oberholz. Der Verband sei zu Gesprächen bereit, noch vor dem Ablauf der Frist am 14. Februar. „Ich wünsche mir einen ausdrücklichen Support des Verbandes, dass es richtig ist, gegen rassistische Auswüchse vorzugehen und würde mir wünschen, dass der Verband uns den Rücken stützt“, sagte Babelsberg-Präsident Archibald Horlitz dem rbb. Ein Dreivierteljahr dauert dieser Streit nun schon an und es scheint, als höre niemand der anderen Seite ernsthaft zu.

Energie Cottbus ebenfalls bestraft

Der FC Energie Cottbus wurde für das Fehlverhalten der eigenen Anhänger ebenfalls bestraft. Der Verein muss eine Strafe in Höhe von 5.000 Euro zahlen. Hierbei wurde auch auf die rassistischen Entgleisungen eingegangen: „Außerdem muss der Verein ein Konzept zur Vermeidung demokratiefeindlicher, insbesondere rechtsradikaler und antisemitischer Verfehlungen seiner Anhänger bei Fußballspielen erarbeiten und bis zum 28.02.2018 dem NOFV vorlegen.“

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