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Tayfun Korkut – so tickt der neue Trainer des VfB Stuttgart

Foto: Tayfun Korkut/Imago/Sportfoto Rudel

Der neue Trainer des VfB Stuttgart heißt Tayfun Korkut. Das wurde bereits am Montag bekannt, nachdem die Schwaben sich erst am Sonntag von ihrem vorherigen Trainer Hannes Wolf – für viele Beobachter überraschend – getrennt hatten. Die Liste der gerüchteweise gehandelten Kandidaten war lang, sie reichte von Ex-Trainer Felix Magath bis zu dem zurzeit anstellungslosen Thomas Tuchel. Alles weit gefehlt. Tayfun Korkut wird die Mannschaft vom VfB Stuttgart für den Rest der Saison betreuen und möglichst vor dem Abstieg bewahren. Denn das war schließlich der Grund für Wolfs Demission: zuletzt nur ein Sieg in sieben Spielen für den VfB Stuttgart.

Blick auf die Karriere von Tayfun Korkut – und auf den Menschen

Doch wer ist der Mann, wie tickt Tayfun Korkut und wird er der richtige sein, um den VfB Stuttgart vor dem zweiten Abstieg in nur 14 Monaten zu bewahren? Der Deutsch-Türke bringt einiges an Erfahrung in der 1. Bundesliga mit – allerdings auch wenig Erfolge auf seinen Stationen, die jeweils nur recht kurz währten. Zunächst bildete er sich als Jugendtrainer weiter, bei seinem Ex-Verein Real Sociedad in San Sebastian begann er als U17-Trainer. Denselben Job übte er auch bei der TSG Hoffenheim aus. Im Jahr 2011 war er dann Trainer der U19 des VfB Stuttgart, sicher ein nicht ganz unwichtiges Argument für Tayfut Korkun, denn Stallgeruch scheint bei den Personalentscheidungen des VfB Stuttgart immer noch durchaus ein Kriterium zu sein. Allerdings behielt er diesen Job auch nur knapp ein halbes Jahr.

Als Cheftrainer war er dann nach einer kurzen Zeit als Co-Trainer der Nationalmannschaft der Türkei zunächst bei Hannover 96 tätig. Mit dem Jahresbeginn 2014 wurde er dort als Chef präsentiert, musste nach 13 Spielen ohne Sieg im April 2015 aber wieder gehen. Es folgte ein noch kürzeres Engagement beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, wo er nach nur einem halben Jahr freiwillig zurücktrat, allerdings keine schlechte Punktequote holte: mit 19 Punkten aus 18 Spielen bewahrte er die Pfälzer vor dem Abstieg.

Gebürtiger Stuttgart mit Stationen bei Kickers und VfB

Letzte Station von Tayfun Korkut, der als recht stiller Vertreter seiner Zunft gilt, war dann Bayer Leverkusen. Hier war er nach der Demission von Roger Schmidt allerdings nur der Notnagel, der das Team knapp drei Monate bis zum Ende der Saison betreute. Verlängert wurde der Vertrag mit ihm dann jedoch nicht mehr, hier lag sein Punkteschnitt auch nur noch bei mageren 1,00 Punkten. Eine solche Bilanz beim VfB Stuttgart in den verbleibenden 14 Spielen und der VfB würde wohl wieder absteigen.

Was andererseits für ihn sprach, zumindest aus Sicht der Verantwortlichen beim VfB Stuttgart, ist, dass er gebürtiger Stuttgarter ist. Sowohl als Spieler als auch als Trainer war er in Stuttgart aktiv. Seine Karriere als Spieler hatte er nach nur einer Saison bei den Stuttgarter Kickers aber mehrheitlich in der Türkei verbracht (Fenerbahce, Besiktas, Genclerbirligi) und weist sogar eine Station in Spaniens höchster Liga auf, als er von 2000 bis 2003 bei Real Sociedad spielte.

Sehr ambivalentes Bild von Korkut in der Öffentlichkeit

Doch nun sind seine Künste als Trainer gefragt und zu diesem Thema kursieren recht unterschiedliche Meinungen. Während man ihm bei Hannover 96 allgemein ganz gute Arbeit attestierte, blieb sein letztes Engagement bei Bayer Leverkusen vor allem unter einem Adjektiv in Erinnerung: farblos. Manche zeigen sich gar überrascht, dass er nach solch einem Gesamtauftritt überhaupt noch einmal einen Vertrag als Trainer in der Bundesliga erhält.

Beim VfB Stuttgart gehen viele Fans auf die Barrikaden, da man den Tausch vom beliebten Hannes Wolf zum vermeintlich sportlich erfolglosen Tayfun Korkut als schlechten und vor allem unnötigen empfindet. So mancher Fan kündigt an, erstmal nicht mehr ins Stadion kommen zu wollen, die ersten Austritte aus dem Verein werden bereits bekannt. Dabei hatte Korkut in Kaiserslautern sehr gute Arbeit geleistet, wie sich jetzt zeigt, da die Lauterer beinahe chancenlos am Tabellenende der 2. Bundesliga liegen.

Insider verweisen zudem darauf, dass Korkut fachlich sehr wohl ein guter Trainer sei, dem es eigentlich nur an einem mangele: An der Fähigkeit, sich auf Pressekonferenzen oder ähnliche öffentlichen Terminen gut in Szene zu setzen. Ein begnadeter Rhetoriker sei er nicht, durchaus aber jemand, der eine Idee von Fußball besitze und diese auch vermitteln könne.

Reschkes gute Kontakte zu Leverkusen der Grund?

Welche der vielen Nuancen nun am charakteristischsten sind, am Ende wird es gleich sein, welche den Ausschlag gegeben haben wird dafür, dass der VfB Stuttgart die Klasse hält. Anderenfalls dürften zwei Personen mit Tayfun Korkut untergehen, die gerade für seine Anstellung verantwortlich sind. Sportvorstand Michael Reschke, der aufgrund seiner Zeit bei Bayer Leverkusen dorthin noch gute Kontakte haben dürfte, weshalb der Name Tayfun Korkut nahe lag. Sowie Präsident Wolfgang Dietrich, der Kritikern vornehmlich durch Geltungsdrang, aber weniger durch fachliche Fußball-Kompetenz auffällt.

Ein gewagtes Spiel, das die beiden mit der Entlassung von Wolf und dem Engagement des umstrittenen Tayfun Korkut eingehen, Stuttgarter Stallgeruch hin oder her. Inwiefern Korkut seine Mannschaft nun von seiner Arbeit überzeugen kann – fachlich und menschlich – wird das entscheidende Kriterium sein. Alles andere sind nur Mutmaßungen über seinen Charakter und seine Arbeit, die zumindest bei Hannover 96 weiterhin gewürdigt wird. Jetzt muss er beim VfB Stuttgart überzeugen und wie schon in Kaiserslautern den Abstieg vermeiden

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