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VfL Osnabrück

Der VfL Osnabrück (kurz für Verein für Leibesübungen von 1899 e. V.) hat seine Heimat in der in Niedersachsen gelegenen Stadt Osnabrück. Der Turnverein bietet neben Fußball auch noch Basketball, Tischtennis, Gymnastik und Schwimmen an. Neben spannendem Fußball bietet der VfL Osnabrück seinen Fans seit Jahren auch einen spannenden Auf- und Abstiegskrimi beim Kampf, zur Glanzzeit zurück zu kehren, wo der Verein noch mit um die Deutsche Meisterschaft spielte.

Gründung und Anfangsjahre des VfL Osnabrück bis zum ersten Weltkrieg

In den Osnabrücker Mannschaften Minerva Osnabrück und Antipodia spielten vor allem fußballbegeisterte Laien mit. Im Frühjahr 1899 schlossen diese beiden Gruppen sich zu dem FC 1899 Osnabrück zusammen. Damit gründeten sie den ersten offiziellen Fußballverein der Stadt. Ein Jahr später erspielte der noch junge Verein gegen den FC Brema Bremen ein 1:1 unentschieden. Zum ersten Kräftemessen mit einem Gegner aus dem Ausland kam es 1906, als der FC 1899 Osnabrück gegen den Niederländer Verein Tubantia Hengelo antrat. Dieses Spiel konnte der FC 1899 Osnabrück für sich entscheiden. Allerdings stand der Verein trotz dieser Erfolge lange Zeit im Schatten erfolgreicherer Fußballvereine wie dem FC Teutonia Osnabrück, der wiederholt die Bezirksmeisterschaft gewann, oder dem FC Olympia Osnabrück, der es 1912 immerhin in das Halbfinale der westdeutschen Fußballmeisterschaft schaffte. Von solchen Meriten war der FC 1899 Osnabrück zu dieser Zeitnoch weit entfernt.

VfL Osnabrück

Nach dem ersten Weltkrieg bis 1939

Gerade diese beiden Konkurrenten, der FC Teutonia Osnabrück und der FC Olympia Osnabrück, schlossen sich kurz nach dem Ersten Weltkrieg zusammen und agierten danach unter dem Namen Spiel und Sport Osnabrück. Dieser Verein erlangte 1922 die westfälische Vizemeisterschaft. Auch der FC 1899 Osnabrück schloss sich 1920 mit einem anderen Verein zusammen: Ausgerechnet mit dem bis dahin langjährigen Rivalen Osnabrücker Ballspielverein gründeten sie den Ballspielverein Osnabrück von 1899. Der in der Gauliga Westfalen spielende Verein lieferte sich eine ganze Reihe erbitterter Spiele mit dem Rivalen Spiel und Sport. Doch im Frühjahr 1924 verbündeten sich die beiden Vereine, und der Verein für Leibesübungen von 1899 Osnabrück (VfL Osnabrück) erblickte das Licht der Welt.

Damals spielte der VfL Osnabrück noch im Stadion an der Gartlage. Der durch die Fusion gestärkte VfL Osnabrück mauserte sich rasch zu einer ernst zu nehmenden Größe im regionalen Fußball. So konnte der Verein in der Gauliga Westfalen endlich auch Vereinen wie dem Arminia Bielefeld die Stirn bieten. Die Jahre 1925 und 1926 waren eine Zeit des Triumphes, denn der VfL Osnabrück erreichte zweimal in Folge die Endrunde der Zweiten. Doch neue Probleme entstanden aus der Mitte des Vereins: Einige Spieler verließen den VfL Osnabrück nach Streitigkeiten. Grund dafür waren damals wohl noch immer alte Ressentiments, die noch aus der Zeit der Rivalität der Vereine vor der Fusion stammten. Als Folge dieses Zerwürfnisses entstand im Sommer 1925 der SC Rapid Osnabrück mit den Vereinsfarmen Lila und Weiß.

Der VfL Osnabrück erlebte danach einige große Augenblicke, wie etwa den 3:2 Sieg gegen Fortuna Düsseldorf und das Spiel gegen den Schwarz-Weiß Essen, das damals sogar live im Rundfunk übertragen wurde. Allerdings machte die neuerstandene Konkurrenz dem VfL Osnabrück zunehmend das Leben schwer. Der SC Rapid Osnabrück verstand es, einige vielversprechende Talente an sich zu binden. Mit dem Bau des Stadions an der Bremer Brücke, aus dem später die Osnatel Arena werden sollte, verschaffte sich der SC Rapid Osnabrück einen weiteren Vorteil. Die Folge davon war, dass der VfL Osnabrück langsam an Bedeutung und an Beliebtheit verlor.

Nach ihrer Machtergreifung strukturierten die Nationalsozialisten auch die Fußballverbände um. So musste der VfL Osnabrück den Westfälischen Fußballverband verlassen und gehörte ab 1933 zum Gau Niedersachsen. Dort spielten sie dann in der zweiten Spielerklasse in der Bezirksliga. Der Sommer 1935 sah für den Verein dann endlich wieder positiver aus, und der Sieg gegen den SV Linden 07 verhalf dem VfL Osnabrück zum Aufstieg in die Gauliga Niedersachsen. Die Saison 1935/36 allerdings war ein Desaster und brachte der Mannschaft nur einen einzigen Sieg und ansonsten den Abstieg. Im Jahr 1936 dann brachte die Tatsache, dass aus Osnabrück eine Garnisonsstadt wurde, dem VfL Osnabrück neue Spieler ein. Diese rekrutierten sich aus den Kasernen.. Einer dieser Spieler war Matthias Billen, der eine großartige Bereicherung für die Mannschaft des VfL Osnabrück war. So konnte der Verein schon ein Jahr später wieder in die Gauliga Niedersachsen aufsteigen. Die Saison 1937/38 brachte sogar den zweiten Platz. Auf dem ersten Platz stand damals Hannover 96. Auf Befehl von oben mussten dann 1938 die beiden Vereine VfL Osnabrück und der SC Rapid Osnabrück wieder fusionieren. Der VfL Osnabrück übernahm die Vereinsfarben Lila und Weiß und spielte fortan auch im Stadion an der Bremer Brücke. Mit der Vereinigung der beiden Vereine gewann der VfL Osnabrück auch den Spieler Addi Vetter dazu, der in der folgenden Zeit viel zum Erfolg des Vereins beitrug.

1939 bis Kriegsende

Im Jahr 1939 gelang es dem VfL Osnabrück, die Vereine Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zu überflügeln und die Gauliga zu gewinnen. Es folgte die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft und ein solider zweiter Platz der Gruppe 1 hinter dem Hamburger SV. Im Jahr 1940 schaffte es die Mannschaft erneut, in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu gelangen. Der VfL wurde hinter dem Dresdner SC und dem TB Eimsbütte Dritter in der 2. Gruppe. Doch schwindende Zuschauerzahlen, die Einberufung vieler Spieler zum Wehrdienst und die immer schlechtere Lage für die deutsche Zivilbevölkerung sorgten dafür, dass an einen normalen Spielbetrieb immer weniger zu denken war. Auch starben beliebte Spieler wie etwa Willi Zuback, Ludwig Westerhaus und Leo Kostellnick während des Krieges und ließen spürbare Lücken zurück.

Die Jahre 1949 bis 1963: Auf der Jagd nach Qualifikation für die deutsche Meisterschaft

Auf Geheiß der britischen Militärregierung wurden nach dem Krieg alle Vereine verboten. Als die Gründung von Fußballvereinen schließlich wieder gestattet wurde, nannte sich der neu gegründete VfL zu Anfang FSV Osnabrück. Doch bereits im Oktober 1946 durfte der VfL Osnabrück zu seinem alten Namen zurückkehren.

Gemeinsam mit anderen Vereinen gehört der VfL Osnabrück zu den Gründungsmitgliedern der Oberliga Nord. Nach dem Krieg schlossen sich einige profilierte Spieler, wie etwa Addi Vetter und Matthias Billen, wieder dem VfL Osnabrück an. Bis zur Gründung der Bundesliga spielte der VfL Osnabrück in der Oberliga Nord. Die Gegner waren namhafte Vereine wie der Hamburger SV, der FC St. Pauli, Hannover 96, Werder Bremen oder Eintracht Braunschweig. Im Jahr 1950 gelangte der Verein in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft – endlich wieder im lila-weißen Trikot. Im ersten Spiel hatte die Mannschaft nicht viel Glück und unterlag vor 30.000 Zuschauern gegen den VfB Stuttgart mit 1:3 Toren. Dennoch, das Erreichen der Endrunde war für den VfL Osnabrück seit Kriegsende der größte Coup. Die Saison 1951/52 beschloß der VFL Osnabrück mit dem 2. Rang und der Qualifikation für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. In der Saison 1951/52 und der darauf folgenden Saison erlebte der Verein bis dahin ungekannte Zuschauerzahlen. So sahen 1952 etwa 38.000 Fans das Spiel gegen den VfB Stuttgart.

Zwei Jahre später allerdings verhinderten nur zwei Siege gegen Hannover 96 den Abstieg. Danach konnte die Mannschaft sich nur noch auf den Mittelplätzen der Tabelle halten. Zum Comeback kam es erst in der Saison 1959/60, als der Verein es immerhin wieder auf den dritten Tabellenrang brachte.

Die Jahre 1963 bis 1982: Hoffnung Bundesliga

Es lag sicher nicht an Udo Lattek, der in dieser Saison fleißig Tore schoss, das der VfL Osnabrück in der Saison 1962/63 die Qualifikation für die Bundesliga nicht erreichte. Eine Ära der Erstklassigkeit von 16 Jahren ging ihrem Ende entgegen, und der VfL Osnabrück stieg in die Regionalliga ab. Die erste Saison in der Regionalliga Nord beschloss der VfL Osnabrück auf dem 6. Platz. Bis zur Saison 1968/69 pendelte der Verein zwischen dem 7. und dem zehnten Platz. Doch dann drehte sich der Wind, und mit dem Sieg in der Regionalliga Nord erwarb der Verein die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga.

Die Mannschaft konnte endlich wieder, etwa in dem Spiel gegen den FC St. Pauli, zeigen, was sie kann. Dennoch reichte es am Ende nur für den zweiten Platz – und damit musste der VfL Osnabrück in dieser Saison ihre Aufstiegspläne begraben. Auch die folgende Saison brachte nur den fünften Platz in der Tabelle und nicht den ersehnten Aufstieg. Danach mussten sich die Osnabrücker zwei Mal in Folge mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden geben. 1973 wurde es gar der 4. Platz. Insgesamt fünf Anläufe brachten die Mannschaft nicht in die Bundesliga. Nach der Neugründung der zweigleisigen zweiten Bundesliga qualifizierte sich der VfL Osnabrück für die 2. Liga Nord. Ab der Saison 1977/78 hatte der Verein dann mit dem Abstieg zu kämpfen und belegte nur noch enttäuschende hintere Tabellenplätze. Erst 1981 kam dann durch den sechsten Tabellenplatz die Qualifikation für die eingleisige Zweite Liga.

Die Jahre 1983 bis 1999: Absturz in die Amateurliga, Geldsorgen, Wiederaufstiegschancen

Nach einer wirklich schlecht gelaufenen Saison 1983/84 rutschte der VfL Osnabrück in die Amateurliga Nord. Diese konnte er allerdings in der folgenden Saison wieder verlassen. In den folgenden Jahren konnte sich der Verein in der 2. Liga halten, allerdings eher auf den mittleren oder unteren Plätzen. Dann kam mit der Saison 1992/93 der erneute Abstieg in die Amateurliga. Dort konnte sich der VfL Osnabrück zwar immer auf den oberen Plätzen halten, doch Zeit zur Zufriedenheit war dem Verein nicht gegönnt. Dieses Mal drückten finanzielle Probleme. Im Jahr 1997 wurde das ganze Ausmaß der Probleme sichtbar: Schulden, fehlende Sponsoren- und Fernseheinnahmen treiben den VfL Osnabrück an den Rand der Insolvenz. Nur knapp an dieser Katastrophe vorbei geschlittert, verpasste der Verein in der Saison 1998/99 ebenso haarscharf seine Wiederaufstiegschance.

Die Jahre 2000 bis 2011: Rückkehr in die 2. Bundesliga, Abstieg, Kampf um den DFB-Pokal

Die Saison 1999/2000 brachte endlich wieder frischen Wind für den VfL Osnabrück und den Meistertitel in der Regionalliga Nord. In einem nervenaufreibenden Spiel gegen den derzeitigen Sieger der Regionalliga Nord/Nordost, dem FC Union Berlin, gelang dem VfL Osnabrück der Sieg. Nach sieben Jahren konnte der Verein also endlich wieder in der 2. Bundesliga spielen. Ein Jahr währte das Glück, doch dann folgte erneut der Abstieg. Doch schon in der nächsten Saison war der VfL zurück in der 2. Bundesliga. Allerdings war den Osnabrückern auch dieses Mal kein langes Verweilen vergönnt. In den folgenden Jahren schaffte der Verein die Rückkehr an die Sonne leider nicht mehr. Der VfL Osnabrück musste bis zur Saison 2006/07 warten, bis sich ihm wieder eine echte Chance bot.

Die Mannschaft legte einen starken Auftakt hin, doch zur Mitte der Saison sah es dann trotzdem so aus, als müsste der Verein seine Aufstiegspläne erneut begraben. Doch entgegen aller Erwartungen gelang dem VfL Osnabrück das Unerwartete, und er kehrte nach einer Zitterpartie dennoch hoch erhobenen Hauptes in die 2. Bundesliga zurück. Bis 2009 gelang der Klassenerhalt, doch dann musste der VfL Osnabrück zurück in die 3. Liga. Besonders bitter war dabei die Tatsache, dass davon ausgegangen werden kann, dass dieser Abstieg mit dem Manipulationsskandal zusammenhing, der 2009 die Fußballwelt erschütterte. Doch bot das Jahr 2009 auch Erfolge. So schaffte der VfL Osnabrück im September 2009 in der 2. Runde des DFB-Pokals der Sieg gegen den Bundesliga-Tabellenführer Hamburger SV, und im Oktober besiegte die Mannschaft Borussia Dortmund und zog ins Pokal-Viertelfinale ein.Dann 2010 holte sich der VfL Osnabrück den Meistertitel der 3. Liga und sicherte sich so endlich den Wiederaufstieg zurück in die 2. Liga.

Die Jahre 2011 bis 2016: Abstieg, drohender Lizenzverlust und Fan-Treue

Leider währte auch diese Rückkehr nicht lange. In den folgenden Jahren musste der VfL Osnabrück nicht nur den Fall in die 3. Liga hinnehmen, sondern teilweise auch dort für den Klassenerhalt kämpfen. Das erschütterte den Verein bis in seine Grundfesten und hatte diverse Spieler- und Trainerwechsel zur Folge. Im Frühsommer musste der Verein dann sogar um seine Lizenz für die 3. Liga fürchten. Um die nötigen finanziellen Mittel auftreiben zu können, startete der Verein eine riesige Crowdfunding-Aktion. Die Fans hielten ihrem VfL Osnabrück die Treue und brachten so über eine halbe Million Euro zusammen. Damit war die Lizenz sicher. Nach einem starken Anfang wurde die Saison 2014/15 die schwächste, die der VfL Osnabrück erlebt hatte, seit er in die 3. Liga abstieg. Auch in der Saison 2015/16 erreichte der Verein am Ende nur Platz 5 und musste damit die Hoffnung auf den Aufstieg und auf die Teilnahme am DFB-Pokal im Jahr 2016/17 aufgeben.

Skandale der jüngeren Vergangenheit

Bei einem Drittliga-Spiel gegen den alten Rivalen Preußen Münster in der Osnatel-Arena am 10. September 2011 kam es zu einem der schlimmsten Zwischenfälle in der Geschichte des VfL Osnabrück. Dabei wurden zahlreiche Menschen, darunter auch Kinder, verletzt. Ein Fan von Preußen Münster hatte einen Sprengsatz gezündet und in Richtung der Osnabrücker Fans geworfen. Der Mann beteuerte, er habe die gegnerischen Fans nur erschrecken, jedoch nicht verletzen wollen. Er wurde später zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Beim DFB-Pokal zwischen dem RB Leipzig und dem VfL Osnabrück 2015 kam es zum Spielabbruch. Dem Schiedsrichter Martin Petersen war von einem Zuschauer ein Feuerzeug an den Kopf geworfen werden. Obgleich Leipzig anbot, das Spiel zu wiederholen, entschied das Sportgericht des Deutschen Fußballbundes anders: Die Partie wurde 2:0 für den Leipziger Verein gewertet.

Bilder:
Flicker.com Groundhopping Merseburg

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