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VfR Aalen: Fahrstuhlclub aus Baden-Württemberg

In der Provinz der Schwäbischen Alb ist dieser aktuelle Proficlub zu Hause, der VfR Aalen. Immerhin 70.000 Einwohner hat die Stadt, die als Hochschulstandort bekannt ist. 1.000 Menschen aus Aalen und Umgebung sind Mitglieder beim VfR, der natürlich auch als normaler Sportclub fungiert (Leichtathletik, Handball, Tischtennis etc.), dennoch aber vornehmlich wegen seiner ersten Mannschaft im Profifußball zu einiger überregionaler Bekanntheit gekommen ist.

Zwei Mal in Aalen ein Stadion selbst gebaut

1907 wurde in der Arminia Aalen der erste Vorläuferverein des heutigen VfR Aalen gegründet. Dessen Nachfolger wurde 1910 der Fußballclub Pfeil, welcher sich 1912 in Verein für Rasenspiele umbenannte. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte aber großer Mangel an Aktiven, sodass man Teil des lokalen Turnvereins wurde. Dort schied man wiederum im Streit, sodass man schließlich am 8. März 1921 den VfR Aalen aus der Taufe hob, woran auch heute noch der offizielle Vereinsname vom Verein für Rasenspiele 1921 e. V. Aalen erinnert. Allerdings musste in jener Zeit erst eine eigene Spielstätte selbst errichtet werden. Das tat man auf einem im Westen der Stadt liegenden Acker. Später wurde die Schlageter-Kampfbahn zu einem echten Stadion ausgebaut. Schon nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde dieses neue Stadion mit einer Partie gegen den VfB Stuttgart eingeweiht. Nach dem Krieg musste man seine Kampfbahn aber an den SSV Aalen abgeben, wie die Besatzungsmacht USA entschied. Also musste erneut ein eigenes Stadion gebaut werden. Dies wurde dann das Stadion im Rohrwang, das heute nach einem Sponsor Scholz Arena genannt wird. Aktuell fasst das Stadion 14.500 Zuschauer, allerdings hat man in der 3. Liga gegenwärtig nur einen Schnitt von etwa 3.500 Zuschauern pro Partie. Dennoch ist man natürlich froh, ein derart ansehnliches und auch für den Profifußball taugliches Stadion sein eigen zu nennen.

Dieter Hoeneß einst Spieler für den VfR Aalen

Sportlich ging es für den Club aber in all den Jahren immer wieder auf und ab. Spielte man ein zeitlang noch in der 1. Amateurliga in Baden-Württemberg, so landete man 1968 schließlich (fast) ganz unten – in der Kreisliga A. Dass man sich auch von diesem Tief wieder erholt hat, zeigt der aktuelle Status der Aalener als Profiteam in der 3. Liga. Tiefer runter ging es nämlich nie wieder für den VfR Aalen, der im Gegenteil in den 1970er Jahren so etwas wie seine “Goldenen Jahre” erlebt. Maßgeblich entscheidend dafür waren die Trainer jener Zeit, Manfre Günther, Hans Arnold oder Werner Bickelhaupt.

Man brachte sogar einen Spieler hervor, der dann vom FC Bayern München gekauft wurde, nämlich Erwin Hadewicz, der zweimal mit seinem VfR Aalen Torschützenkönig der jeweiligen Liga geworden war. Zudem taucht noch ein Name in den Annalen des VfR Aalen auf, der es später zum Deutschen Meister und sogar zum Vize-Weltmeister bringen sollte: Dieter Hoeneß verbrachte in ganz jungen Jahren hier eine Spielzeit. Anders als Dieter Hoeneß kehrte Hadewicz später zum VfR Aalen zurück, fungierte eine gewisse Zeit sogar als Spielertrainer. Doch mit dem Ende der 1970er Jahre hielten auch wieder die alten Probleme Einzug bei dem immer noch vergleichsweise kleinen Club.

Ständiges Auf und Ab zwischen den vielen Ligen im Amateurfußball

Man wechselte zwischen Verbands- und Oberliga hin und her und in den gesamten 1980er Jahren konnte man keinen dauerhaften sportlichen Erfolg beim VfR Aalen etablieren. Mitte der 1980er Jahre musste die Stadt Aalen dem Club sogar eine Sporthalle und das Stadion für viel Geld abkaufen, dennoch blieb ein Schuldenberg von damals viel Wert seienden 250.000 D-Mark. Dennoch lief der Spielbetrieb weiter und in den 1990er Jahren gelang es erstmals, sich dauerhaft in der damals drittklassigen Oberliga zu etablieren. Später blieb man Oberligist, war durch die Einführung der Regionalliga damit aber nur noch viertklassig, was dennoch ein bemerkenswerter Erfolg war. Dies nicht zuletzt, weil dieser Erfolg nun eben endlich von Dauer war. Später stieg man auch in die Regionalliga auf, wollte sogar ganz klar in die 2. Bundesliga aufsteigen. Immerhin konnte ein so namhafte Trainer wie Willi Entenmann verpflichtet werden, später waren es Frank Wormuth oder “Euro-Eddie” Edgar Schmitt, die das Traineramt beim VfR Aalen bekleideten. Auch Jürgen Kohler wirkte hier, trat aber freiwillig zurück, als der Verein sich sportlich in der Krise befand. Statt des anvisierten Aufstiegs in die 2. Bundesliga musste man 2009 den Abstieg in die nun viertklassige Regionalliga hinnehmen.

Lang ersehntes Ziel 2. Bundesliga erreicht – und auch wieder abgestiegen

Doch auch dieser Rückschlag konnte überwunden werden. 2010 kehrte man in die Drittklassigkeit zurück, als der Verein in die neu geschaffene 3. Liga aufstieg. 2012 gelang dann endgültig der heiß ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga. Trainer damals: Ralph Hasenhüttl, der heute mit RB Leipzig ganz oben in der Bundesliga mitmischt. Wegen erneuter Finanzprobleme konnte man die 2. Bundesliga aber nur für zwei Jahre halten, ehe man wieder in die 3. Liga abstieg.

Schon wieder sind Finanzlöcher zu stopfen

Nun versucht man, sich wenigstens in der 3. Liga dauerhaft zu halten. Doch auch hier gibt es schon wieder den nächsten Krisenherd zu löschen. Im Februar 2017 musste der Club Privatinsolvenz anmelden. Der Spielbetrieb läuft zwar weiter und sportlich scheint der Klassenerhalt mehr als möglich zu sein, selbst nach einem eventuellen Punktabzug. Wie es finanziell in der folgenden Saison weitergehen soll, ist aber beim VfR Aalen – wieder einmal – unklar.

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