Der Drittligist VfR Aalen wird immer mehr von den Schulden in Millionenhöhe erdrückt. Allerdings sei weder der Spielbetrieb noch die Lizenz für die kommende Saison dadurch gefährdet, wie der Verein auf Anfrage mitteilte. Sowohl die Spieler als auch die Mitarbeiter sollen ihre Gehälter „in vollem Umfang“ weitergezahlt bekommen. Jedoch droht dem Klub nach eigenen Angaben ein Abzug von neun Punkten durch den DFB.

Steuernachzahlung könnte das Fass zum Überlaufen bringen

Derzeit befindet sich Aalen in der 3. Liga auf dem neunten Tabellenplatz und würde auf den letzten Rang abrutschen, wenn der DFB tatsächlich neun Punkten abziehen würde. Der VfR Aalen war 2015 aus der 2. Bundesliga abgestiegen und hat nach eigenen Angaben derzeit Schulden in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Dies sei dadurch begründet, dass sich nach der Saison 2012/13 die beiden Hauptsponsoren zurückgezogen hätten, hinzu komme eine drohende Steuernachzahlung von 500.000 Euro. „Seit Jahren kämpft der VfR Aalen mit defizitären Haushalten“, sagte Präsidiumssprecher Roland Vogt. „Diese drohende Steuernachzahlung bringt das Fass zum Überlaufen, wir werden durch die Summe der Altlasten und deren Folgen endgültig erdrückt.“ Mit Hilfe eines Insolvenzplans soll die Zukunft des VfR Aalen gesichert werden.