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Was wird aus Zaccardo?

Wer sich heutzutage nach einem neuen Job umschauen möchte, hat natürlich die Möglichkeit, sich gezielt bei einer Firma seiner Wahl zu bewerben. Es geht aber auch anders, denn inzwischen bieten viele soziale Netzwerke an, sich dort ein Profil zu erstellen und damit für sich selbst zu werben. In der Hoffnung, dass ein potentieller Arbeitgeber sich genötigt fühlt, einen Arbeitsvertrag anzubieten. So hat es jetzt auch der italienische Fußballspieler Cristian Zaccardo gemacht: Über das Berufsnetzwerk LinkedIn hat er eine Anzeige geschaltet und sich als arbeitsloser Profi Fußballer angeboten. Inzwischen hat er über 1000 Angebote hereinbekommen – klar, dass die nicht alle ernst gemeint waren. Aber wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass er sich auf diese Art und Weise einen neuen Vertrag beschafft?

Seine Karriere

Der junge Zaccardo wurde 1991 von den Scouts des FC Bologna bei einem Jugendturnier entdeckt und daraufhin verpflichtet. Sieben Jahre später schaffte er dann, sich bei den Senioren zu bewähren. Eine Verletzung warf seine Entwicklung jedoch zurück und so kam er in der Saison 2000/01 zur Leihe zum Drittligisten Spezia Calcio. Nach nur einer Saison konnte er aber wieder zurückkehren und in der Serie A durchstarten. Beim FC Bologna spielte er sich in die Stammelf und in der Saison 2004/05 wechselte er zu US Palermo, auch hier war ihm ein Stammplatz von Beginn an sicher. Vom 1. Juli 2008 bis zum 29. August 2009 stand der Abwehrspieler beim VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga unter Vertrag. In der Hinrunde der Spielzeit 2008/2009 musste er sich jedoch mit einer Reservistenrolle begnügen und kam als Ersatzmann für Sascha Riether nicht oft zum Zuge. Im Jahr 2009 konnte er mit Wolfsburg den Gewinn der deutschen Meisterschaft feiern. Kurz darauf wechselte er wieder in die Serie A, dieses Mal zum FC Parma, der gerade frisch aufgestiegen war. Im Winter 2013 ging er zum AC Mailand, kam hier aber in den zwei Jahren seiner Vereinszugehörigkeit zu nur wenig Einsätzen. Er wechselte zum Carpi FC 1909 und stieg schließlich am Ende der vergangenen Saison mit dem Zweitligisten Vicenza Calcio in die 3. Liga ab. Eine Vertragsauflösung war die Folge. 2006 war er Teil des Kaders der italienischen Nationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft in Deutschland den Titel holen konnte. Damit kommt er auf folgende Erfolge:

  • U-16-Vize-Europameister: 1998
  • U-21-Europameister: 2004
  • Weltmeister: 2006
  • Deutscher Meister: 2009

So lief es mit der Online-Bewerbung

Zaccardo schrieb in seine Anzeige bei Linkedin: „Nach meiner Vertragsauflösung bei Vicenza bin ich jetzt ein vereinsloser Spieler“, Zaccardo versichert, körperlich noch immer „in guter Verfassung zu sein. Ich könnte noch zwei weitere Jahre auf höchstem Niveau spielen.“ Gegenüber der Gazetta dello Sport führte er jetzt aus: „Ich habe über 1000 Anfragen bekommen – ich habe weniger erwartet. Angebote aus Griechenland, Portugal und der zweiten spanischen Liga. Auch aus Brasilien, Argentinien und Australien meldeten sich Vereine.“ Es waren natürlich nicht nur ernsthafte Angebote dabei, viele Amateurvereine gaben ebenfalls Angebote ab: „Mir wurden beispielsweise kostenlose Drinks für jeden Sieg angeboten“, so Zaccardo. Eigentlich wolle er aber viel lieber noch einmal in der italienischen Serie A spielen, so der 35-jährige. „Dort würde ich auch umsonst spielen. Bonusklauseln angepasst an meine persönlichen Leistungen und die der gesamten Mannschaft würden mir reichen. Ich habe dort bislang 381 Liga-Spiele absolviert und würde gerne die 400 vollmachen.“

Welche Möglichkeiten gibt es in der Serie A?

Wenn wir die ganze Sache mal realistisch betrachten, dann würde eventuell ein Aufsteiger aus der Serie B infrage kommen, den Weltmeister zu verpflichten. Da wäre zum Beispiel Benevento Calcio. Allerdings hat der Verein bereits vorgesorgt und auf der Position (Rechtsverteidiger) von Zaccardo ganz ordentlich eingekauft:

  • Gaetano Letizia, 27 Jahre, kam für 1,75 Millionen Euro von Carpi FC
  • Lorenzo Venuti, 22 Jahre, war an den AC Florenz ausgeliehen
  • Bright Gyamfi, 21 Jahre, kam für 280.000 Euro in Inter Mailand

Das bedeutet: Selbst, wenn sich Benevento erbarmen würde und Zaccardo unter Vertrag nimmt, dann wäre er nicht mehr als ein Backup – und als Ersatzspieler dürfte es ihm sehr schwerfallen, seine 400 Spiele vollzumachen. Beim anderen Aufsteiger, SPAL 2013, wäre schon eher Platz für den ambitionierten Verteidiger. Denn die Mannschaft verfügt derzeit nur über einen gelernten Rechtsverteidiger: Federico Mattiello, der 22-jährige kommt ist eine Leihgabe von Juventus Turin. In dieser Mannschaft könne Zaccardo sicherlich behilflich sein mit all seiner langjährigen Erfahrung als beinharter Profi. Beim dritten Aufsteiger Hellas Verona ist derzeit überhaupt kein Rechtsverteidiger im Kader zu finden. Eine Möglichkeit für den mutigen Defensivmann?

Wie sieht es aus mit anderen Vereinen?

Wie Zaccardo selbst andeutete, kamen Angebote aus aller Welt. Am interessantesten wäre in seiner Aufzählung sicherlich die 2. spanische Liga. Allerdings wären hier auch eher die kleineren Vereine interessant, wie die Aufsteiger

  • Cultural Leonesa
  • Lorca FC
  • Albacete Balompié

Die anderen Mannschaften haben ihren Bedarf an Spielern seiner Klasse sicherlich gedeckt. Es sei hierbei anzumerken, dass sich die Tatsache, dass er Weltmeister ist sicherlich gut im Lebenslauf macht – seine Leistungen in den vergangenen Jahren jedoch waren lange nicht mehr auf dem Niveau, die man von einem Weltmeister in seinem Alter eigentlich erwarten müsste. Insofern ist sein Traum, noch einmal in der Serie A spielen zu dürfen, um seine 400 Ligaspiele voll zu bekommen, ein netter Ansatz, mehr aber sicherlich nicht. Es wäre schon eine große Überraschung, wenn wir ihn in der höchsten italienischen Spielklasse noch einmal in Aktion sehen würden. Übrigens: Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stand er insgesamt dreimal auf dem Feld: Beim 2:0 gegen Ghana kam er volle 90 Minuten zu Einsatz, beim 1:1 gegen die USA wurde er nach 54. Minuten ausgewechselt und im Viertelfinale gegen die Ukraine (3:0) durfte er nur 13 Minuten ran.

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