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Wayne Rooney: Zurück zu den Wurzeln

Er war erst 16 Jahre alt, als er sich in die erste Mannschaft des FC Everton kämpfte und mit seiner Art zu spielen ganz England verzückte: Wayne Rooney, der Rekordtorschütze von Manchester United. Als er 18 Jahre alt war, bat er seinen Arbeitgeber um die Möglichkeit, zu einem anderen Verein zu wechseln, um seine Karriere voranzubringen. Die Toffees hatten eh gerade Geldsorgen und so entließen sie den Wunderknaben zum englischen Rekordmeister. 13 Jahre spielte er für die Red Devils, doch unter dem portugiesischen Trainer Jose Mourinho erging es ihm nicht besser als ein Jahr zuvor dem deutschen Weltmeister Bastian Schweinsteiger: Er wurde aussortiert und fristete sein Dasein auf der Bank. Nur selten bekam er die Gelegenheit, sich in die Spiele noch einmal aktiv einzubringen. Und seit vergangenen Samstag ist klar: Rooney kehrt wieder zum FC Everton nach Liverpool zurück. Offenbar als Teil des Wahsinnsdeal mit Romelu Lukaku: Der Belgier verlässt im gleichen Atemzug die Toffees und schließt sich Manchester United an.

Gerüchte: China oder gar MLS?

Es gab jede Menge Gerüchte, bevor der Wechsel nach Liverpool feststand. Bereits im Januar gab es die ersten: Sein Berater Paul Stretford flog nach China, um einen Wechsel nach Fernost in die Wege zu leiten. Doch dabei kam nichts heraus. Auch die MLS, wohin sich viele alt gewordene Stars aus Europa zurückziehen, wurde es nicht. Stattdessen wurde es die alte Liebe Rooneys, der Klub, mit dem er die ersten Erfolge feierte. Und es wird mit Sicherheit kein Geplänkel oder ein Medien-Gag – so viel ist sicher. Die Toffees versprechen sich von der Rückkehr des Stürmers eine ganze Menge. „Meiner Meinung nach kann er Everton besser machen und jeder Spieler, der uns besser macht, ist herzlich willkommen“, meint etwa Cheftrainer Ronald Koeman. Schließlich ist Rooney ja auch noch keine 40, sondern er wird erst 32.

Rooney wirbelte von Beginn seiner Karriere an

Mit 18 Jahren verließ er um August 2014 den FC Everton. Zwei Jahre zuvor gelang ihm der Sprung in die erste Mannschaft und noch vor seinem 17. Geburtstag schrieb er zum ersten Mal Geschichte, als er mit einem Gewaltschuss den Mythos des unbesiegbaren FC Arsenal beendete. Dann ging sein Stern auch international bei der Europameisterschaft auf. Sir Alex Ferguson gewann schließlich im Werben um die Gunst des neuen Wunderknaben und verpflichtete ihn für Manchester United. Er zog dabei alle Register, um sowohl Rooney als auch Everton von einem Wechsel zu überzeugen. 30 Millionen Pfund wechselten dann den Besitzer und das war damals die mit großem Abstand höchste Ablösesumme, die je für einen 18-jährigen bezahlt worden war. Und gleich bei seinem Debüt zeigte er, was er sich noch so alles vorgenommen hat: In der UEFA Champions League gelang ihm beim 6:2 gegen Fenerbahce ein Hattrick.

Legendenstatus bei ManU verweigert

Aber dennoch – zu einer echten Legende bei Manchester United hat er es nie geschafft. Er wird wohl für immer im Schatten solcher Stars wie

stehen. Und das, obwohl er mehr Titel erringen konnte als alle zuvor genannten, nämlich insgesamt 16. Er schoss mehr Tore als alle anderen: 253 an der Zahl. Und nur Bobby Charlton brachte es mit 559 auf mehr Spiele für United als Rooney. Vielleicht liegt es an seiner Herkunft – er stammt aus Liverpool – oder seine Kritik an bestimmten Entscheidungen der Vereinsführung. Auch gab es um seine Person immer wieder Diskussionen – um seinen Gesundheitszustand, seine mentale Verfassung oder sein Verständnis für Taktik. Klar ist aber wohl folgendes: Wayne Rooney gehört zu den ganz Großen der vergangenen 13 Jahre. Selbst Jose Mourinho, der ihn in der vergangenen Saison eher auf der Bank gelassen hat, fand zum Abschied nur nette Worte: „Er war ein Musterprofi während all seiner Jahre im Klub und wird für immer in den Rekordbüchern stehen. Seine Erfahrung und seine Entschlossenheit werden uns sehr fehlen.“ Sein Teamkollege Ander Herrera verabschiedete sich ebenfalls sehr ehrerbietend: „Eines Tages werde ich meinen Enkelkindern erzählen, dass ich mit Dir zusammengespielt habe. Alle Gute und vielen Dank, Wayne Rooney“, schrieb er auf Twitter.

So sieht die Zukunft für Rooney beim FC Everton aus

Der FC Everton ist in der Vergangenheit gewachsen. Gewachsen in Sachen Entschlossenheit und Dynamik, vor allem aber in Sachen Geld. Denn im Februar 2016 stieg der ehemalige Teilhaber des FC Arsenal, der britisch-iranische Geschäftsmann Farhad Moshiri mit 49,9 Prozent in den Klub ein. Er brachte das notwendige Kapital und mit Ronald Koeman den richtigen Mann auf dem Trainerstuhl. Wer sich die letzten Transfers anschaut, der erkennt zweifellos: Die Zeiten der Mittelmäßigkeit sind beim FC Everton endgültig vorbei. Der Verein strebt nach Höherem. 100 Millionen Euro haben die Verantwortlichen bereits ausgegeben, und der Erlös aus dem Verkauf von Lukaku ist nicht dazu da, die Kosten zu decken, wie aus Vereinskreisen zu hören ist. „Es ist nicht genug, dass es heißt, wir seien besonders und ein ganz toller Klub“, stellte Moshiri beim General Meeting des Klubs im Januar fest. „Wir wollen kein Museum sein, wir müssen gewinnen.“ Daher ist die Rückkehr von Wayne Rooney sicherlich nicht als Rückwärtsschritt zu betrachten, wie ihn manche gerne hineininterpretieren möchten. „Für mich ist das ein No-Brainer“, sagt Ian Snodin, früher Profi, heute Botschafter des Klubs. „Er wird den ganzen großartigen Talenten, die wir haben, einen richtigen Schub geben.“ Das also wird Rooney Aufgabe sein: Sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben an Spieler eines Klubs, die alle durchweg jung und talentiert sind. So, wie die frisch gebackenen U20-Weltmeister, Junioren-Nationalkeeper Jordan Pickford oder die Shooting-Stars Mason Holgate und Tom Davies. Sowohl Manchester United als auch die englische Nationalmannschaft haben zuletzt nicht mehr auf Rooney gebaut. Koeman sieht das ganz anders. „Wayne hat mir gezeigt, dass er genau diese Ambitionen und diese Siegermentalität hat, die wir brauchen. Er ist immer noch erst 31 und ich habe nicht den geringsten Zweifel an seinen Fähigkeiten. Es ist fantastisch, dass er sich entschieden hat, nach Hause zu kommen.“

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