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Wer ist der Außenseiter Qarabag Agdam eigentlich genau?

Das hat es noch nie gegeben: Eine Mannschaft aus Aserbaidschan hat es in die Gruppenphase der UEFA Champions League geschafft. Der FK Qarabag Agdam konnte sich beim Rückspiel am vergangenen Mittwoch gegen den FC Kopenhagen dank eines Auswärtstores und trotz einer 1:2 Niederlage durchsetzen und wird gegen die ganz Großen im europäischen Fußball antreten dürfen. Und auch, wenn der Name etwas anderes vermuten lässt: Qarabag Agdam wird die Heimspiele in der Hauptstadt Baku bestreiten.

Die Herkunft und der Konflikt um Berg Karabach

Eigentlich stammt der Verein aus dem Konfliktgebiet rund um die Region Berg-Karabach. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im vergangenen Jahrhundert gehörte diese zunächst zu Aserbaidschan. Allerdings wurde ein Referendum abgehalten, die mehrheitlich armenische Bevölkerung sprach sich dabei für die Unabhängigkeit aus. Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Volksgruppen, doch jetzt gab es Bürgerkrieg. Insgesamt 30.000 Menschen starben während dieser Zeit. 1994 hatte Agdam noch 50.000 Einwohner, inzwischen wird der Ort, inzwischen eine Geisterstadt, nur noch von wenigen Soldaten bewohnt.

Foto: imago/Aflosport

Die Entwicklung zu einem großen Verein

Vor dem Ausbruch des Krieges wurde der FK Qarabag zum ersten aserbaidschanischen Meister und wurde von Rekordnationalspieler Alsan Kerimow angeführt. Doch während der Saison wurde es immer schwieriger, Spiele dort abzuhalten, nicht selten mussten Heimspiele wegen des Artilleriebeschusses abgebrochen werden. Somit wanderte der Verein in die Hauptstadt Baku aus. Schon längst ist der Verein zu einem nationalen Identifikationssymbol geworden mit ungeheurer Zugkraft. Mit der milliardenschweren Holding Azarsun hat der Verein einen großen Sponsoren gefunden.

Die Mannschaft ist nicht zu unterschätzen

Trotz der Außenseiterrolle sollte die Mannschaft in der Champions League nicht unterschätzt werden. Denn nicht nur einheimische Spieler stehen beim FK Qarabag unter Vertrag. Der Spanier Michél, früher bei Sporting Gijon und dem FC Getafe unter Vertrag, ist der Spielmacher im Mittelfeld. Dort wird er vom eingebürgerten Brasilianer Richard Almeida unterstützt und auch der Haitianer Wilde-Donald Donald Guerrier gilt als großartiger Spieler mit Format. Der Stürmer Ndlovu sorgt vorne für Gefahr. Mit Gurban Gurbanov hat der Verein außerdem einen erfahrenen Trainer engagiert. Seit dem Jahr 2008 coacht er die Profis und brachte das Team 2014 die Meisterschaft, was den vierten nationalen Titel für Qarabag darstellte. Sein Team war in der Saison 2014/2015 erst das zweite des Landes, das die Gruppenphase des Europapokals erreichte und dort dann das erste, das überhaupt ein Spiel gewinnen konnte. Wenn das auch in der Champions League gelingt, dann könnte es durchaus passieren, dass dem Mann ein Denkmal gesetzt wird. In der Gruppe C werden es die Aserbaidschaner mit dem englischen Meister FC Chelsea sowie mit der AS Rom und Atlético Madrid zu tun bekommen.

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