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Wer ist eigentlich dieser Ernesto Valverde vom FC Barcelona?

Am Montagabend, den 29.05.2017, war es also soweit: der FC Barcelona hat den Nachfolge von Luis Enrique präsentiert. Ernesto Valverde führt künftig Lionel Messi, Neymar und Co. Schon seit Wochen war spekuliert worden, dass der Baske den spanischen Rekordpokalsieger übernehmen wird als Coach. Nachdem vor wenigen Tagen die Trennung von Athletic Club in Bilbao erfolgte, war dann spätestens endgültig klar, dass Valverde künftig das Sagen in der katalanischen Hafenmetropole hat. Am Montagabend dann gab es die offizielle Vorstellung des Coaches. Aber wer ist eigentlich dieser Ernesto Valverde? Fussball.com stellt den bisherigen Verantwortlichen auf der Trainerbank von Athletic Club etwas näher vor.

Ernesto Valverde bereits als Spieler mit seiner Topleistung beim FC Barcelona

Eine der wichtigsten Voraussetzungen normalerweise bei einem neuen Trainer des FC Barcelona ist die sogenannte Barca-DANN. Sprich: in der Regel wird versucht, Trainer zu verpflichten, die sich bestens auskennen bei den Blaugrana. Dies ist bei Valverde nur bedingt der Fall. Denn besonders vernetzt ist der 53 Jahre alte Fußballlehrer nicht rund um das Nou Camp. Immerhin aber hatte der Baske als Spieler seine beste Zeit beim FC Barcelona. Bei den Katalanen kickte Valverde von 1988 bis 1990, nachdem er zuvor bei Deportivo Alavés, Sestao River und Espanyol Barcelona tätig war. In den zwei Jahren bei den Katalanen schaffte es der zukünftige Barca-Coach sogar bis zum Nationalspieler, wenngleich er das Trikot der La Roja nur einmal tragen durfte. Unter Coach Johann Cruyff gewannen die Blaugrana in diesen zwei Jahren den spanischen Pokal sowie einmal auch den Europapokal der Pokalsieger. Nach den zwei Jahren bei Barca folgten Athletic Bilbao, RCD Mallorca und das Karriereende.

Als Nachwuchstrainer ins kalte Wasser geworfen

Nach seinem Karriereende als Spieler 1997 dauerte es nicht lange, ehe Valverde nach Bilbao zurückkehrte und dort als Jugendtrainer anheuerte. Er versuchte sich zudem als Co-Trainer unter dem Deutschen Jupp Heynckes sowie als Coach der Amateure. Im Juli 2003 schlug dann seine große Stunde, als er überraschend und ohne La Liga Erfahrung zum Chefcoach der Basken ernannt wurde. Unter Valverde spielte Athletic Bilbao zwei ordentliche Jahre. In den nachfolgenden Jahren trainierte Ernesto Valverde zwei Mal Olympiakos Piräus, Espanyol Barcelona, den FC Villarreal und den FC Valencia. Dabei war der baskische Coach vor allem in Griechenland enorm erfolgreich, konnte er doch drei Meisterschaft und zwei Pokalsiege dort erringen. Mit Espanyol scheiterte er im UEFA Cup erst im Elfmeterschießen an Bayer 04 Leverkusen. Im Sommer 2013 nach nur einem halben Jahr in Valencia erfolgte die Rückkehr ins Baskenland. Anschließend folgten vier erfolgreiche Jahre von Valverde in seiner sportlichen Heimat Athletic Club Bilbao, wo er zum zweiten Mal als Cheftrainer tätig war. Nun also folgt die bislang vermeintlich größte Station seiner Tätigkeit: der FC Barcelona.

Ernesto Valverde nicht die erste Wahl?

Vor allem zwei Dinge sind mit Blick auf Ernesto Valverde als Coach vom FC Barcelona enorm interessant. Zunächst einmal ist da das Zusammenspiel zwischen Trainer und Fans. Denn der Baske ist bei den Fans alles andere als Wunschkandidat auf den Trainerposten gewesen. Eine Vielzahl der Anhänger der Katalanen wünschte sich nämlich lieber Jorge Sampaoli vom FC Sevilla oder vor allem Carlos Unzue, der bisherige Co-Trainer von Luis Enrique. Auch bei den Verantwortlichen soll dem Vernehmen nach Sampaoli erster Kandidat auf die Enrique-Nachfolge gewesen sein. Doch der Argentinier wird Andalusien wohl in Richtung Heimat verlassen, um Nationaltrainer seines Landes zu werden. Ernesto Valverde jedenfalls ist trotz seines Humors – oder gerade deswegen – nicht bei allen Fans des FC Barcelona beliebt. Deswegen gilt es für den 53-jährigen recht schnell, die Fans auf seine Seite zu gewinnen, am besten natürlich mit Siegen und Titeln. Dies wird mit Blick auf die derzeitige Stärke von Real Madrid sicherlich nicht einfach, doch Lionel Messi und Co. werden unter dem neuen Trainer Valverde sicherlich von Anfang an Vollgas geben.

Taktik als größte Problemstellung

Der entscheidende Punkt, den wir von Fussball.com aber in Sachen Erfolg und Misserfolg von Ernesto Valverde beim FC Barcelona sehen, ist die Taktik. Denn mit Blick auf die vergangenen Jahre und das Spielsystem von Valverde sowie die Spielphilosophie beim FC Barcelona treffen hier wirklich zwei Welten aufeinander. Denn die Katalanen spielen bekanntlich seit Jahren erfolgreich ein 4-3-3, das auf Ballbesitz und Offensive ausgerichtet ist. Dahingegen praktiziert der neue Trainer grundsätzlich ein 4-2-3-1. Insbesondere zwei defensive Mittelfeldspieler, die das Mittelfeld des Gegners dicht machen, ist dabei zentrales Kernstück des Valverdschen Systems. Zwei Sechser beim FC Barcelona…das gab es zuletzt 2003 unter Frank Rijkaard. Wenig erfolgreich übrigens. Dass der baskische Trainer übrigens tatsächlich an dieses System glauben könnte, zeigen aktuelle Gerüchte auf. Denn angeblich soll Valverde an einer Verpflichtung von Anders Herrera von Manchester United interessiert sein, seinem einstigen Bilbao-Schützling im zentralen Mittelfeld.

Dass sich aber das 4-3-3 vom FC Barcelona in ein 4-2-3-1 verwandeln lässt, scheint kaum vorstellbar zu sein. Da dürften nicht nur Lionel Messi, Neymar, Luis Suarez und Co. kein großes Interesse haben. Auch die Vereinsspitze kann sich sicher nur schwer vorstellen, dass der attraktive Angriffsfußball der vergangenen Jahre gegen etwas mehr Sicherheitsfußball eingetauscht wird. Deswegen wird es wirklich interessant, zu sehen, wie sich der FC Barcelona in der kommenden Saison taktisch zeigt und ob sich der 53-jährige baskische Coach diesbezüglich weiterentwickeln wird können.

Langzeitwette auf Valverde sicherlich ein Risiko

Auf den ersten Blick scheint die Wahl von Ernesto Valverde als neuer Coach des FC Barcelona eine sehr gute Wahl zu sein. Denn immerhin kennt sich der Baske aus seiner Spielerzeit etwas rund ums Camp Nou aus. Zudem kann der Coach zwar keine Titel in den vergangenen Jahren vorweisen, doch dennoch sehr erfolgreiche Jahre bei Athletic Club in Bilbao. Allerdings aus einer vollkommen anderen Situation heraus, mit vollkommen anderem Spielermaterial und einer kompletten anderen taktischen Marschrichtung. Die Redaktion von Fussball.com wünscht Ernesto Valverde viel Spaß bei seiner neuen Aufgabe, doch bleiben für uns große Fragezeichen, ob der Baske erfolgreicher sein werden kann als Luis Enrique. Langzeitwetten auf den Erfolg des Coaches beim FC Barcelona würden wir jedenfalls nicht abgeben.

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