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Wie lange kann der TSV 1860 München die Insolvenz noch vermeiden?

Der Absturz in die 4. Liga, in die Regionalliga Bayern, steht für den TSV 1860 München schon länger fest. Doch das Damoklesschwert einer Insolvenz, die möglicherweise die komplette Auflösung des Spielbetriebs der I. Mannschaft bedeutete, hängt immer noch über dem Club. Und dafür ist eine Person verantwortlich, die den Club einerseits zwar vor einem schon früheren Absturz gerettet hat, im weiteren Verlauf aber viel dazu beigetragen hat, dass der Club auch sportlich nie zur Ruhe kam: Hasan Ismaik.

Aktuell weigert er sich, einen entscheidenden Beitrag zur Rettung der Löwen beizutragen. 2018 würde ein Darlehen von Ismaik an die Münchner Löwen fällig. Sollte Ismaik diese Rückzahlung nicht wenigstens bis 2019 stunden, wäre eine Insolvenz relativ wahrscheinlich die direkte Folge für den TSV 1860 München. Würde Ismaik einer solchen Stundung nicht zustimmen, wäre ein “Dominoeffekt” die Folge, dessen komplette Auswirkungen kaum absehbar wären.

Ismaik lässt den Club auf seine Stundung warten

Was die aktuell Verantwortlichen an Ismaiks Haltung ein wenig erzürnt, ist der Umstand, dass andere beteiligte Parteien einem solchen Entgegenkommen bereits zugestimmt haben. Damit soll das Überleben der KGaA gesichert werden. Selbst der FC Bayern München hat den Löwen Geld gestundet, ebenso der e. V. von 1860 München, der gleich 500.000 Euro stundet. Und nicht nur diese beiden Parteien zeigten sich kooperativ, sondern auch jeder andere Gläubiger der KGaA. Ausnahme eben: Hasan Ismaik.

Im März 2011 war Hasan Ismaik noch sehr willkommen beim TSV 1860 München gewesen. Denn schon damals stand der Club vor der Insolvenz, als man allerdings noch etablierter Zweitligist mit großer Hoffnung auf eine Rückkehr in die 1. Bundesliga gewesen war. Besser gesagt war sein Investment sehr willkommen. Denn der Selfmade-Milliardär hatte großes Interesse, Anteile an dem Club zu übernehmen. Er erwarb schließlich im Mai 2011 für 18 Millionen Euro 60 % der Aktien der KGaA.

Ismaik wünscht ominöse Satzungsänderungen

Ismaik ist durchaus willens, seine nötige Unterschrift unter diese Stundung zu leisten. Allerdings stellt er dafür – wieder einmal – Forderungen. Dabei hatte Ismaik Ende Juni auf Facebook verkündet, dass er sein Darlehen in Höhe von 8 Millionen zurückstellen werde. Bei der 40-Jahrfeier des Dachverbands der 60er-Fans erklärte der bestellte Präsident Robert Reisinger, dass man weiter auf diese nötige Unterschrift warte.

Doch Ismaiks Dolmetscher erklärte, dass Verhandlungen weiterhin nicht abgeschlossen seien, ohne deren positives Resultat Ismaik eben nicht unterschreiben werde oder wolle. Es geht u. a. um die Geschäftsordnung, eine veränderte Struktur soll dazu beitragen, die anstehenden Entscheidungen wie den Auszug aus der Allianz-Arena sowie weitere richtungsweisende Entscheidung von einer größeren Zahl an Verantwortlichen im Club mittragen zu lassen.

Hauptsponsor zeigt sich nicht bei Trikotpräsentation

Doch diese aktuelle Verweigerungshaltung hat sehr akute Konsequenzen. So lange die Stundung nicht in trockenen Tüchern ist, wird auch der Hauptsponsor seinen neuen Vertrag mit den Löwen nicht unterzeichnen. Und gerade auf diese Gelder ist der Club aktuell natürlich enorm angewiesen. Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Trikots bei einem Freundschaftsspiel auf dem Land in Bayern erschien dann auch kein Vertreter des Hauptsponsors, man ließ kurzfristig verlauten, dass man keinen Vertreter entsenden kann – eigentlich eine Riesenblamage für den Club. Doch in diesen Tagen gehen solche Meldungen im Chaos bei den Münchner Löwen fast unter.

FC Bayern lässt 1860 aus dem Stadionvertrag

Dabei gibt es aktuell auch einige Nachrichten, die positiv stimmen. So wurde gerade aktuell bekannt, dass der FC Bayern München die Löwen aus dem Mietvertrag für die Allianz-Arena entlässt – ohne weitere Mietforderungen. Dabei wäre die Vereinbarung eigentlich noch bis ins Jahr 2025 gelaufen. Bei 3,5 Millionen Euro Miete, die 1860 pro Saison hätte zahlen müssen, kommt man so auf die stolze Summe von 28 Millionen Euro, auf die der FC Bayern München einfach so verzichtet. Partner Allianz ist ebenfalls mit dieser Vorgehensweise einverstanden.

Doch auch hier stellt sich wieder dasselbe Problem: Auch 1860 München müsste einen solchen Auflösungsvertrag unterschreiben, auch in Person von Hasan Ismaik. Auch dies verweigert er bislang und so hält er alles in unnötiger Schwebe, weil weiterhin die komplette Insolvenz droht.

Echter Münchner 60-Fan will einsteigen

Da nützte es dann – wahrscheinlich – auch nicht viel, dass sich ein neuer Interessent ins Spiel gebracht hat. Anfang Juli bekundete der Münchner Milliardär Gerhard Mey, dass er ernsthaft erwäge, Ismaik dessen Anteile abzukaufen. Das könnte einen kompletten Neuanfang bedeuten, noch dazu mit einem Investor, der selbst Münchner ist, zudem sein Unternehmen erfolgreich leitet und vielleicht ein wenig mehr von geschickter Personalauswahl versteht, als das immer wieder bei Ismaik der Fall war.

Gerhard Mey könnte der Retter sein, von dem schon lange im Münchner Umfeld gemunkelt wurde. Ob es ihn tatsächlich gab, war lange Zeit unklar. Nun war offenbar für Mey die Zeit gekommen, sein Interesse öffentlich zu machen.

Er wolle den Club tatsächlich zurück in die Bundesliga führen. Dies sagte Mey wohlgemerkt nach dem bereits feststehenden Absturz in die 4. Liga. Mey ging schon als Kind mit seinem Großvater ins Stadion an der Grünwalder Straße, um 1860 zu verfolgen. Nun hätte er offenbar die Mittel, um eine Insolvenz und noch größeren Schaden für den Club zu verhindern. Angeblich hat er Ismaik bereits über Mittelsmänner ein Angebot zukommen lassen.

Die nächsten Tage bringen die Entscheidung

Doch es wäre nicht das erste Mal, wenn der Deutsche Meister von 1966 nach seinen Abstiegen eine ihm sich bietende Chance auf neuerlichen Aufstieg nicht nutzen könnten. Verantwortlich wäre in diesem Fall aber jener Mann, der den Club jetzt zappeln lässt: Hasan Ismaik.

Den Fans könnte das alles natürlich nicht gefallen. Aktuell spielt man immerhin noch im Dunstkreis des Profifußballs, welcher in der 3. Liga wieder möglich wäre. Ein weiterer sportlicher Abstieg durch eine Insolvenz könnte gar das völlige Ende dieses so traditionsreichen Clubs bedeuten. In den kommenden Tagen wird diese Entscheidung fallen und dann weiß man mehr. Ob 1860 die Insolvenz noch abwenden konnte, ob Gerhard Mey bei dem Club einsteigt und auch, wie sich die aktuelle Mannschaft sportlich verkauft. Am Donnerstag, den 13.07.2017, steht nämlich bereits das erste Pflichtspiel in der Regionalliga Bayern beim FC Memmingen an.

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